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Wird Fritz Keller der neue DFB-Präsident? Diese Hürden muss er nehmen

Vom Winzer zum Verbandschef  

Fritz Keller: Das ist der Top-Kandidat des DFB

15.08.2019, 16:33 Uhr | t-online.de

Wird Fritz Keller der neue DFB-Präsident? Diese Hürden muss er nehmen . Fritz Keller: Der Präsident des SC Freiburg soll künftig den DFB führen. (Quelle: imago images/Beautiful Sports)

Fritz Keller: Der Präsident des SC Freiburg soll künftig den DFB führen. (Quelle: Beautiful Sports/imago images)

Entscheidung gefallen: Nach monatelanger Suche haben die Funktionäre des Deutschen Fußball-Bunds einen Kandidaten für das Präsidentenamt gefunden. Fritz Keller muss allerdings noch mehrere Hürden nehmen.

Der Vorsitzende des Fußball-Bundesligisten SC Freiburg, Fritz Keller, soll neuer Präsident des Deutschen Fußball-Bundes werden. Diesen Vorschlag seiner Findungskommission verkündete der DFB am Donnerstag.

Die Wahl des neuen DFB-Präsidenten findet am 27. September in Frankfurt am Main statt. Zuvor soll sich Keller in der kommenden Woche in Berlin der Konferenz der Regional- und Landesverbände vorstellen. Nach monatelanger Suche gilt seine Wahl allerdings als Formsache.

Keller angeblich einziger Kandidat

Keller sei der erste und einzige Kandidat, mit dem die Findungskommission Gespräche geführt habe, hieß es in der Mitteilung. In den vergangenen Wochen hatte es aber mehrfach Berichte über Anfragen beim früheren Innenminister Thomas de Maizière (CDU), dem ehemaligen Adidas-Boss Herbert Hainer sowie Klaus-Peter Müller, langjähriger Aufsichtsratschef der Commerzbank, gegeben.

Der 62 Jahre alte Keller stammt aus einer Winzerfamilie, betreibt ein Restaurant, ein Hotel und führt ein Weingut. Seit 2010 ist er Vorsitzender, seit 2014 Präsident des SC Freiburg. Keller gilt als meinungsstarke und zugleich umgängliche Führungskraft. Für das operative Geschäft ist er beim SCF allerdings nicht mehr zuständig.

Ist seine Wahl beim DFB erfolgreich, wird Keller seinen Heimatklub verlassen. "Da die beiden Ämter nicht miteinander zu vereinbaren wären, werde ich im Falle einer erfolgreichen Wahl als DFB-Präsident mein Amt als Präsident des SC Freiburg schweren Herzens niederlegen."


DFB-Interimspräsident Rainer Koch sagte zur Nominierung Kellers: "Er ist ohne jeden Zweifel eine außergewöhnliche Persönlichkeit mit allen Qualitäten für das Amt des DFB-Präsidenten. Jahrzehntelange Erfahrung mit enger Verbindung zum Profi- und Amateurfußball, auch zum Frauenfußball und der Jugendarbeit, sowie eine große unternehmerische Lebensleistung zeichnen ihn aus."

Bei erfolgreicher Wahl würde Keller zum Nachfolger von Reinhard Grindel werden. Der als DFB-Präsident lange umstrittene Politiker musste im April zurücktreten, nachdem bekannt geworden war, dass er eine Luxusuhr als Geschenk eines ukrainischen Oligarchen angenommen und darüber nicht informiert hatte. Auch bei der Angabe seiner Einkünfte gab es Unstimmigkeiten.

Beratungsagentur half bei Suche nach DFB-Präsident

Kellers Rolle als 13. Chef des DFB dürfte künftig eher präsidial, denn operativ ausgerichtet sein. Mit einer Strukturreform und der komplett ausgelagerten GmbH will sich der kriselnde Verband neu aufstellen. Die Suche nach einem Führungskandidaten, für die auch die Beratungsagentur Egon Zehnder eingeschaltet worden war, hatte sich länger hingezogen als ursprünglich geplant.

Offen ist noch, ob Keller auch Kandidat für die Posten im Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (Uefa) und im Council des Weltverbands Fifa werden soll, die im kommenden Jahr von den internationalen Verbänden nach dem Grindel-Rücktritt neu besetzt werden. Zuletzt hieß es vom DFB, dass man einer Ämterteilung erwäge, damit sich der DFB-Chef ganz auf seine nationalen Aufgaben konzentrieren könne.

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