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UEFA: Platini kritisiert Auslandseinfluss auf Premier League

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UEFA - Premier League  

Platini kritisiert Auslandseinfluss auf Premier League

09.10.2008, 18:00 Uhr | sid

UEFA-Boss Michel Platini kritisiert die Premier League. (Foto: imago)UEFA-Boss Michel Platini kritisiert die Premier League. (Foto: imago) UEFA-Präsident Michael Platini hat sich zum wiederholten Mal mit der Premier League, der umsatzstärksten Liga der Welt, angelegt und vor einem Identitätsverlust gewarnt. "Will man in Liverpool einen arabischen Scheich als Präsident, einen Trainer aus Brasilien und neun oder elf afrikanische Spieler? Was hat das noch mit Liverpool zu tun? Wir müssen Regeln aufstellen", kritisierte der Franzose erneut den Einfluss ausländischer Investoren im englischen Profifußball. Platini kündigte Gespräche mit der britischen Regierung an, um den ausländischen Einfluss auf den englischen Fußball in Zukunft deutlich einzudämmen.

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Identität bleibt auf der Strecke

"Wenn man Leute aus Katar holt und niemand aus Liverpool oder Manchester auf dem Feld oder im Vorstand ist, was hat das noch mit Liverpool oder Manchester zu tun? Ich denke, dass der Fußball so seine Identität verliert. Die Leute aus Katar sollen in Katar investieren", sagte Platini. Neun der 20 Premier-League-Klubs sind derzeit im Besitz ausländischer Investoren. Deshalb hat die weltweite Finanzkrise enormen Einfluss auf die Vereine. Zuletzt hatte der Vorsitzende des englischen Verbandes FA, David Triesman, den Schuldenstand der Erstliga-Klubs auf 3,85 Milliarden Euro beziffert. Zugleich sagte er, dass "die Personen hinter den Schulden in ernsthaften Problemen stecken. Damit liegt das Schicksal nicht mehr in den Händen der Vereine".

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Geld in asiatische Klubs investieren

Auch der Präsident der asiatischen Fußball-Konföderation (AFC), Mohamed Bin Hammam, kritisierte die millionenschweren Investitionen in die Premier League - vor allem aus Asien. "Ich hätte es lieber, wenn das Geld in asiatische Klubs investiert würde", sagte Bin Hammam. Allerdings sorgt er derzeit selbst dafür, dass der englische Fußball in Asien noch populärer wird. Denn nachdem der AFC-Präsident den Plänen der Premier League, einen zusätzlichen Spieltag in Asien zu absolvieren, zunächst eine Absage erteilte, änderte er nun seine Meinung: "Wir wollen, dass sie mit uns ihr Erfolgs-Geheimnis teilen. Wir sollten Partner sein und erkennen, dass wir große Vorteile aus dieser Partnerschaft ziehen können."

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