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Serie A: Luciano Moggi erwartet Freispruch in zweiter Instanz

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Italien - Serie A  

Moggi erwartet Freispruch in zweiter Instanz

09.01.2009, 13:43 Uhr | sid

Ex-Juve-Manager Moggi rechnet mit einem Freispruch. (Foto: imago)Ex-Juve-Manager Moggi rechnet mit einem Freispruch. (Foto: imago) Juventus Turins früherer Manager Luciano Moggi rechnet nach dem milden Urteil in erster Instanz des GEA-Prozesses mit einem Freispruch im Berufungsverfahren. "Die Vorwürfe werden in zweiter Instanz nicht standhalten", sagte der 71-Jährige in einem Interview der "Tuttosport". Seine Verurteilung wegen Nötigung von Fußballprofis zu einer vom Gericht sofort erlassenen Gefängnisstrafe von 18 Monaten nannte er "absurd" und "eine Schande".

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Verurteilt und doch freigesprochen

Trotz seiner Verurteilung durfte sich Moggi ein bisschen als Sieger fühlen. "Das Urteil ist praktisch ein Freispruch", kommentierte "Tuttosport". "Der Berg hat eine Maus geboren", spottete Moggi. Tatsächlich wies das Gericht die Forderungen der Staatsanwaltschaft in fast allen Punkten zurück. Staatsanwalt Luca Palamara hatte für Moggi sechs Jahre Haft wegen Führung einer kriminellen Vereinigung und unlauteren Wettbewerbs durch Einschüchterungen und Drohungen gefordert. Moggi soll mit seiner Macht als Manager von Rekordmeister Juve Fußballer zu einem Vertragsabschluss mit der Spielervermittlung GEA gezwungen haben, die sein Sohn Alessandro zusammen mit Partnern in Rom betrieb.

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18 Monate Haftstrafe

Alessandro Moggi erhielt wegen Nötigung eine ebenfalls nicht zu vollstreckende Haftstrafe von 18 Monaten. Die übrigen Angeklagten wurden frei gesprochen. "Ab heute kann man ruhigen Gewissen behaupten, dass die GEA nie einem Fußballer auf die Füße getreten ist", kommentierte die "La Gazzetta dello Sport". Deshalb geht auch Moggi Junior in Berufung, weil er "sich nichts vorzuwerfen" habe.

Juve fordert aberkannte Titel zurück

Wegen des milden Urteils von Richter Luigi Fiasconaro warf Juve-Präsident Cobolli Gigli die Frage auf, ob das Sportgericht des italienischen Fußballverbands im Sommer 2006 den Rekordmeister nicht vorschnell zum Zwangsabstieg in die Serie B sowie zur Aberkennung zweier Meistertitel verurteilt habe. "Wenn die zukünftigen Urteile ebenfalls sehr mild ausfallen oder es Freisprüche gibt, sollte man davon ausgehen, dass Juve 29 und nicht 27 Meistertitel hat", sagte der Juve-Präsident.

Nächster Prozess steht an

Am 20. Januar beginnt in Neapel gegen Moggi und 34 weitere Angeklagte nun der große Liga-Manipulationsprozess. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob Moggi mit Hilfe korrupter Schiedsrichter Liga-Spiele zugunsten von Juventus Turin manipuliert hat.

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