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Kuranyi: "Habe viel Spott einstecken müssen"

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Kuranyi: "Habe viel Spott einstecken müssen"

21.06.2011, 08:13 Uhr | sid

Kuranyi: "Habe viel Spott einstecken müssen". Die Flucht von der Nationalmannschaft hängt Kevin Kuranyi noch immer nach. (Foto: imago)

Die Flucht von der Nationalmannschaft hängt Kevin Kuranyi noch immer nach. (Foto: imago)

Der ehemalige Nationalspieler Kevin Kuranyi hat sich mit Blick auf den Verlauf seiner bisherigen Karriere selbstkritisch geäußert. "Ich habe Fehler gemacht und viel Spott eingesteckt. Ich bereue das und habe daraus gelernt", sagte der Stürmer vom russischen Erstligisten Dynamo Moskau im Interview mit dem Fußballmagazin "11 Freunde".

Es sei nicht seine Art, vor unangenehmen Dingen wegzulaufen. "Das bin ich nur einmal, als ich im Oktober 2008 in Dortmund die Nationalmannschaft verlassen habe", sagte der Stürmer weiter. Nach seiner Flucht war der 29-Jährige nicht mehr für die DFB-Auswahl nominiert worden. "Für diesen Fehler bin ich mittlerweile wirklich hart genug bestraft worden."

Schusstraining der anderen Art

In Moskau fühlt sich der ehemalige Angreifer von Schalke 04 pudelwohl, auch wenn er sich an einige ungewöhnliche Gepflogenheiten gewöhnen musste. "Der Präsident von Dynamo kam vor dem ersten Training in die Kabine und kündigte Schusstraining an. Dann wurden wir mit dem Bus auf ein Militärgelände gefahren, dort drückte mir ein Soldat eine echte Kalaschnikow in die Hand, zeigte auf eine Zielscheibe und ich habe abgedrückt", berichtete Kuranyi.

Teil der Dynamo-Tradition

Beunruhigt hat der Vorfall den 52-maligen Nationalspieler aber nicht: "Dieses Ritual ist Teil der Dynamo-Tradition, dem hätte ich mich nicht entziehen können. Wir waren ja auf einem Militärgelände, im Alltag sieht man hier niemanden mit einer Pistole herumlaufen."

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