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Red Bull Salzburg: Ralf Rangnick mistet aus

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Rangnick mistet bei Red Bull aus

14.09.2012, 10:10 Uhr | sid, je

Red Bull Salzburg: Ralf Rangnick mistet aus. Ralf Rangnick arbeitet seit Ende Juni als Sportdirektor bei Red Bull Salzburg (Quelle: imago)

Ralf Rangnick arbeitet seit Ende Juni als Sportdirektor bei Red Bull Salzburg (Quelle: imago)

Der ehemalige Bundesliga-Trainer Ralf Rangnick mistet als Sportdirektor bei Red Bull Salzburg weiter aus. Jetzt warf er gleich fünf Spieler aus dem Kader des amtierenden österreichischen Meisters.

Die Brasilianer Douglas, Cristiano und Leonardo, der Schwede Rasmus Lindgren und Joaquin Boghossian aus Uruguay müssen ab sofort beim Drittligisten FC Liefering, dem Red-Bull-Zweitteam, trainieren, bis sie neue Klubs gefunden haben. "Sie spielen bei uns keine Rolle mehr", sagte Rangnick: "Es macht keinen Sinn, einen 30-Mann-Kader zu haben."

Insgesamt hat Rangnick jetzt 13 Spieler aus dem Vorjahres-Kader aussortiert, die mit Salzburg, aktuell auf Platz drei der österreichischen Liga, immerhin Meister geworden waren. Im Gegenzug verpflichtete er elf Neuzugänge. Das ist der größte Umbruch bei der ehemaligen Austria Salzburg in der Red-Bull-Ära, also seit 2005.

Erinnerungen an Färöer

Hintergrund ist das blamable Ausscheiden der Österreicher in der Champions-League-Qualifikation gegen die Luxemburger Halbprofi-Mannschaft F91 Düdelingen. Neben dem sensationellen wie historischen Ausscheiden von Team Austria gegen die Färöer 1990 gilt das Red-Bull-Aus als einer der bittersten Momente der nationalen Fußballgeschichte.

Dies und einige weitere peinliche Niederlagen aus der jüngeren Vergangenheit brachten den deutschen Ex-Trainer, seit Ende Juni in Salzburg im Amt, zur Überzeugung, dass er die Mannschaft völlig neu aufstellen müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Kritik gegen Kritik

Die drastischen Maßnahmen stoßen in Österreich auf viel Kritik - im Gegenzug ließ Rangnick kaum ein gutes Haar am österreichischen Vereinsfußball. "Wie viele Spieler haben denn im Länderspiel gegen Deutschland gespielt, die in der österreichischen Liga spielen? Zero", provozierte Rangnick.

Die österreichische Spielergewerkschaft VdF kritisiert das scharfe Vorgehen bei Red Bull. Die degradierten Spieler hätten ein Anrecht auf Training in der Mannschaft, für die sie verpflichtet wurden. Die Gewerkschaft will die betroffenen Profis rechtlich unterstützen.

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