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Lukas Podolski und Per Mertesacker mit Arsenal London in der Krise

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Schwächster Saisonstart für Arsenal unter Wenger

02.12.2012, 13:30 Uhr | sid

Lukas Podolski und Per Mertesacker mit Arsenal London in der Krise. Stürmische Zeiten für Per Mertesacker und Lukas Podolski mit Arsenal London. (Quelle: imago/mlka)

Stürmische Zeiten für Per Mertesacker und Lukas Podolski mit Arsenal London. (Quelle: mlka/imago)

Misserfolg, Fan-Proteste, Anzeichen für Amtsmüdigkeit beim Trainer und ein Präsident auf der Intensivstation: Lukas Podolski und Per Mertesacker können beim FC Arsenal momentan von besinnlichen Adventstagen nur träumen. Die deutschen Nationalspieler sind mit den Gunners spätestens durch die 0:2-Heimpleite gegen das walisische Überraschungsteam Swansea City und dem Absturz auf Platz zehn in eine der tiefsten Krisen der vergangenen zehn Jahre geschlittert.

Nach dem schwächsten Saisonstart seiner 16-jährigen Amtszeit und wüsten Beschimpfungen der ohnehin aufgebrachten Fans ließ Teammanager Arsene Wenger sogar seine Zukunft offen. "Das tut richtig weh", beschrieb Wenger seine Gefühle beim Blick auf die Tabelle.

Wenger schließt Abschied nicht aus

Der Schmerz über nur 21 Punkte aus den bisherigen 15 Spielen - in ihrer Premier-League-Geschichte waren die Londoner 1994 zwei Jahre vor dem Amtsantritt des Franzosen noch schlechter gestartet - saß offenbar so tief, dass der Coach erstmals überhaupt einen vorzeitigen Abschied nicht kategorisch ausschloss. "Am Ende der Saison werden wir eine Bewertung vornehmen", antwortete der 63-Jährige zur Frage nach seinem noch zwei Jahre laufenden Vertrag.

Viele Anhänger jedoch haben schon jetzt keine Geduld mehr. Schon vor der ersten Heimniederlage gegen Swansea seit Februar 1982 waren mehrere tausend Fans in einer Demonstration zum Emirates-Stadion gezogen, um gegen die Profitgier in Arsenals Führungsetage, hohe Kartenpreise und eben auch die schon siebenjährige Erfolglosigkeit von Wengers Teams seit dem Pokal-Triumph von 2005 zu protestieren.

Pfiffe und Buh-Rufe gegen Wenger

Nach der Pleite gegen Swansea und insgesamt nur zwei Punkten aus den vergangenen drei Spielen entlud sich der Frust der Anhängerschaft auch in lautstarken Pfeifkonzerten und Buh-Rufen gegen Wenger.

Der Elsässer, der auch durch Podolskis Auswechslung 23 Minuten vor Schluss den erhofften Erfolg nicht erzwingen konnte, demonstrierte allerdings auch Gelassenheit: "Mehr Sorgen als die Tabelle bereitet mir unsere verloren gegangene Qualität. Uns fehlten Entschlossenheit und Kreativität. Wenn wir das wieder ändern, ändert sich auch unser Tabellenplatz."

Forderungen nach Neuverpflichtungen in der Winterpause

Dennoch deutete Wenger, auch mit Blick auf die Forderungen des Arsenal-Anhangs nach Investitionen der Finanzmittel in die Mannschaft, für die Winterpause Neuverpflichtungen an: "Wenn wir die richtigen Spieler finden, wird der Vorstand, denke ich, auch Geld in die Hand nehmen."

Momentan jedoch sorgt sich die Arsenal-Führung vor allem um Präsident Peter Hill-Wood. Der 76-Jährige erlitt am Sonntag 48 Stunden nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus wegen einer Lungenentzündung eine Herzattacke.

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