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Diskriminierende Formulare: Französische Sportministerin fordert Aufklärung von PSG

Bei Rekrutierung  

Französische Sportministerin fordert Aufklärung von PSG

09.11.2018, 14:44 Uhr | dpa

Diskriminierende Formulare: Französische Sportministerin fordert Aufklärung von PSG. PSG hat bei der Rekrutierung junger Spieler ethisch diskriminierende Formulare verwendet.

PSG hat bei der Rekrutierung junger Spieler ethisch diskriminierende Formulare verwendet. Foto: Ian Langsdon/EPA. (Quelle: dpa)

Paris (dpa) - Nach dem Eingeständnis des Fußball-Meisters Paris Saint-Germain, diskriminierende Formulare bei der möglichen Verpflichtung neuer Spieler genutzt zu haben, hat die französische Sportministerin das Vorgehen scharf verurteilt.

Sollte sich die Diskriminierung als zutreffend erweisen, könne das strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sagte Roxana Maracineanu in einer Mitteilung. Es sei nicht tolerierbar, wenn Spieler aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft rekrutiert würden.

Nach Recherchen der investigativen Internetzeitung "Mediapart" im Rahmen der sogenannten Football Leaks hatte PSG bestätigt, dass zwischen 2013 und 2018 Formulare mit illegalem Inhalt von der Rekrutierungsabteilung des Vereins verwendet wurden.

Auf den Formularen waren Optionen wie "Französisch", "Maghrebinisch", "Westindisch" oder "Schwarz-Afrikanisch" vorgegeben. Die Erhebung ethnischer Daten von Personen ist in Frankreich verboten. Der Club betonte, dass die Formulare allein auf die persönliche Initiative eines Abteilungsleiters erstellt und angewendet worden seien. PSG hat eine interne Untersuchung eingeleitet und will die Ergebnisse ab der kommenden Woche mit den Behörden teilen, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf den Club berichtet.

Ministerin Maracineanu hat nach eigenen Angaben die Präsidenten des französischen Fußball-Verbands FFF und der französischen Fußball-Profiliga (LFP) aufgerufen, den Fall zu prüfen und Empfehlungen zu unterbreiten, wie solche Diskriminierungen zukünftig verhindert werden können. Der FFF teilte mit, den nationalen Ethikrat des Verbands eingeschaltet zu haben. Die Gleichstellungs-Staatssekretärin Marlène Schiappa forderte ebenfalls Aufklärung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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