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Innere Leere: Spaniens Fußballstar Iniesta spricht offen über Depressionen

Innere Leere  

Spaniens Fußballstar Iniesta spricht offen über Depressionen

27.11.2018, 11:42 Uhr | dpa

Innere Leere: Spaniens Fußballstar Iniesta spricht offen über Depressionen. Andrés Iniesta spielt jetzt für Vissel Kobe in Japan.

Andrés Iniesta spielt jetzt für Vissel Kobe in Japan. Foto: Takumi Sato/Kyodo News. (Quelle: dpa)

Barcelona (dpa) - Der frühere FC-Barcelona-Kapitän Andrés Iniesta hat in einem spanischen Fernsehinterview von Depressionen während seiner Zeit bei dem Topclub berichtet.

Die Probleme hätten nach dem Triple der Katalanen mit den Titeln in der Liga, im Pokal und in der Champions League im Jahr 2009 begonnen, sagte der 34-Jährige dem Sender "La Sexta". "Man fängt an, sich schlecht zu fühlen, irgendwie seltsam, und man kann es nicht erklären", sagte Iniesta, der seit dem Frühjahr Teamkollege von Lukas Podolski beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe ist.

Ein Gefühl der inneren Leere habe sich eingestellt. "Ich wünschte mir immer, dass es Nacht wird, um eine Tablette zu nehmen und mich auszuruhen." Vor allem der Herzinfarkt-Tod von Daniel Jarque, dem damaligen Kapitän von Espanyol Barcelona, im Alter von nur 26 Jahren habe im August 2009 die psychischen Probleme ausgelöst, betonte Iniesta, der bei der WM in Russland nach zwölf Jahren zum letzten Mal mit der spanischen Selección angetreten war.

Er habe sich daraufhin in Behandlung begeben, so der Mittelfeldstar. "Ich sagte dem Arzt, dass ich Hilfe bräuchte, weil ich nicht mehr aus dieser Situation herauskam." Der Wunsch, Unterstützung zu bekommen, sei so groß gewesen, dass er immer 15 Minuten zu früh zu den Sitzungen gekommen sei.

Iniesta wurde auch gefragt, ob er an Selbstmord gedacht habe und sagte dazu: "Wer eine Depression hat, ist nicht er selbst. Wenn man derart verletzbar ist, dann ist es schwer, sein Leben zu kontrollieren."

Im November 2009 hatte sich der deutsche Nationaltorwart Robert Enke von Hannvoer 96 wegen Depressionen das Leben genommen. Sein Tod hatte vor allem in Deutschland eine Debatte über den Umgang mit Depressionen im Profisport ausgelöst.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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