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Färöer - Deutschland: In Torshavn herrscht vor WM-Quali die Ruhe

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Auf den Färöern  

Entspannte Ruhe vor dem Spiel des Jahres

10.09.2013, 17:13 Uhr | t-online.de

Färöer - Deutschland: In Torshavn herrscht vor WM-Quali die Ruhe. Beschaulich geht es in Torshavn, der Hauptstadt der Inselgruppe der Färöer, zu.  (Quelle: Sebastian Schlichting)

Beschaulich geht es in Torshavn, der Hauptstadt der Inselgruppe der Färöer, zu. (Quelle: Sebastian Schlichting)

Aus Torshavn berichtet Sebastian Schlichting

Hedin Mortensen besteigt einen Bagger. Das ist an sich nicht ungewöhnlich. Doch Mortensen trägt Anzug und Krawatte, er ist Bürgermeister von Torshavn. Nun ist der 67-Jährige kurz Baggerführer und beginnt, mit der großen Schaufel das Dach eines arg in die Jahre gekommenen Hauses einzureißen. Zwei Fotografen, ein Kameramann und einige Interessierte beobachten die außergewöhnliche Szenerie am Hafen von Torshavn auf den Färöer. Hier soll ein neues Versammlungshaus für die Fischer entstehen.

Ein paar Minuten später, einige Straßen weiter in der kleinsten Hauptstadt der Welt. Ein Moderator ruft in ein Mikrofon, Jungen und Mädchen werfen mit kleinen Handbällen auf Tore, die mitten in der Fußgängerzone stehen. Die Street-Handball-Tour ist da.

Nebensache WM-Qualifikation

Es ist einiges los an diesem Montagmittag in Torshavn. Dass aber wenig später auch der dreifache Weltmeister vor Ort sein wird, davon ist nichts zu bemerken. Fast nichts. Eine Kneipe begrüßt die deutschen Fans mit einem großen Schild zum WM-Qualifikationsspiel. Von denen sind schon gut 200 in der Stadt, die fast 600 Kilometer vom schottischen Festland und knapp 500 Kilometer von Island entfernt liegt.

Viele der deutschen Anhänger hatten den Fährweg von Hirtshals im nördlichen Dänemark gewählt. Ankunft nach 39 Stunden Überfahrt um fünf Uhr morgens. Anderswo hätten die Taxifahrer Schlange gestanden, um einen netten Zusatz-Euro mitzunehmen. Am Fährterminal in Torshavn steht genau ein Taxi, es ist leer. Der einzige zu dieser frühen Uhrzeit aktive Fahrer ist schon anderweitig unterwegs. Nach gut 30 Minuten Wartezeit ist er zurück, meint zunächst, er müsse englische Touristen zum Flughafen bringen, nimmt sich dann aber doch einiger deutscher Fahrgäste an.

Überschaubare Weiten

Das ist nur ein Beispiel dafür, dass es auf den knapp 50.000 Einwohner zählenden Inseln im Nordatlantik insgesamt eher ruhig zugeht. So hängen am Sitz des Premierministers die täglichen Öffnungszeiten aus, werktags bis 16 Uhr. Außer Freitags, da ist um 15 Uhr Schluss.

Außerdem sind nicht selten an der Zufahrtsstraße zu dem Stadion, in dem die deutsche Mannschaft spielen wird (ab 20.30 Uhr im t-online.de Live-Ticker), links Pferde und rechts Schafe zu sehen. Beim Abschlusstraining der DFB-Elf kann man von der Tribüne aus einen Hütehund bei der Arbeit beobachten. Das Hotel teilt sich das deutsche Team mit den Spielern der Gastgeber - Grund ist die begrenzte Kapazität an Unterkünften.

Tradition und Moderne

Aber die Färöer sind mehr als Schafe und grasbewachsene Häuser. Ein hochmodernes Einkaufszentrum liegt ebenfalls an der Straße zum Stadion, nicht weit von den gemütlich fressenden Schafen. Und kostenloses Internet für Gäste gehört in den Restaurants, Cafés und Schankwirtschaften zum Standard. 

Während die Deutschen im Stadion Torsvollur ihre Einheit absolvieren, trainieren direkt nebenan verschiedene Mannschaften der Klubs aus Torshavn. Quasi in Abschlagweite der Weltstars. Aber irgendwie doch weit weg. Heute wird das Interesse größer sein. Für das Spiel des Jahres waren die wenigen verfügbaren Karten in nicht einmal zwei Tagen vergriffen. Insgesamt passen aber nur 3500 Fans rein, da das Stadion momentan umgebaut wird.

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