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WM 2014: DFB-Abwehr wackelt sogar gegen Irland - WM-Ticket trotzdem gelöst

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Viele Nachlässigkeiten  

Sogar gegen Irland wackelt die DFB-Defensive

12.10.2013, 07:42 Uhr | t-online.de

WM 2014: DFB-Abwehr wackelt sogar gegen Irland - WM-Ticket trotzdem gelöst. Immer wiederkam es zu brenzligen Situationen vor dem deutschen Tor. (Quelle: dpa)

Immer wiederkam es zu brenzligen Situationen vor dem deutschen Tor. (Quelle: dpa)

Aus Köln berichtet Jörg Runde

Als die deutschen Nationalspieler nach dem 3:0 (1:0) gegen Irland in ihre Kabine im Kölner Stadion kamen, stand schon ein Fässchen bereit. Ein paar Gläschen frisch gezapftes Kölsch durften sich Philipp Lahm und Co. genehmigen. Mehr aber auch nicht. Selbst beim DFB hatte man erkannt, dass eine erfolgreiche WM-Qualifikation kein Grund für Champagnerlaune ist. "In Brasilien gibt es dann hoffentlich auch andere Getränke", blickte Präsident Wolfgang Niersbach schon einmal auf das Großereignis 2014 voraus. (Die DFB-Elf in der Einzelkritik)

Mit einer Leistung wie gegen den 59. der Weltrangliste wird aus der großen Titelfeier mit Sekt oder Schampus allerdings nichts. Auch gegen die spielerisch äußerst limitierten Iren demonstrierte die DFB-Elf eindrucksvoll, wo sie ihre größten Schwächen hat.

Löw: "Nicht so gut ausgesehen"

"Nach der Halbzeit sind wir ein wenig fahrlässig aus der Kabine gekommen und haben in ein, zwei Situationen nicht so gut ausgesehen. Ein bisschen muss noch passieren bis zur WM, ich sehe da zwei Schwerpunkte: Wir müssen die Defensive weiter stabilisieren und das Spiel im letzten Drittel", analysierte Bundestrainer Joachim Löw nach dem Spiel.

Sorgen bereitet vor allem die Verteidigung des eigenen Tores. In der zweiten Halbzeit hätte sich niemand beschweren dürfen, wenn es plötzlich 2:2 oder 3:3 gestanden hätte. Fünf dicke Chancen boten sich den eigentlich so harmlosen Iren, nur dank deren Abschlussschwäche und Keeper Manuel Neuer stand bei Deutschland am Ende hinten die Null.

Ein Desaster droht

Gegen Spitzennationen wie Brasilien, Spanien oder Italien geht derartiger Leichtsinn garantiert schief, dann droht sogar ein Desaster. Für die Probleme verantwortlich machen kann man nicht einmal die Abwehrabteilung, die ganze Mannschaft vernachlässigt in zu vielen Situationen die Defensivarbeit. So entstanden drei von fünf Möglichkeiten der Iren aus Fehlpässen oder aus schlechtem Zweikampfverhalten in der Offensive.

Torwart Neuer nahm deshalb auch die gesamte Elf in die Pflicht. "Bis zur WM müssen wir alle konstant auf hohem Niveau verteidigen." Dem Bundestrainer spricht der Torhüter aus der Seele. Einen Grund zur Panik sieht Löw allerdings nicht: "Vor der Weltmeisterschaft haben wir Zeit uns einzuspielen. Davon werden wir in allen Mannschaftsteilen profitieren."

Finalem Pass fehlt die Präzision

Auf der von Löw aufgeführten Schwäche im letzten Angriffsdrittel wird in der WM-Vorbereitung dann wohl das zweite Augenmerk liegen. Wurde von den deutschen Mittelfeldspielern bis zum Strafraum teilweise traumwandlerisch sicher kombiniert, fehlte es dem letzte Pass oft an der Präzision oder dem Passgeber an einem durchsetzungsstarken Vollstrecker. Auch deshalb war die Partie so lange offen.

Özil im Sturm verschenkt

Trotz 75 Prozent Ballbesitz und 28 Torschüssen gab es relativ wenige echte Großchancen für das DFB-Team. Ein Problem, dass definitiv als hausgemacht bezeichnet werden kann. In Abwesenheit der verletzten Mario Gomez und Miroslav Klose hätte ein Stoßstürmer vom Kaliber eines Stefan Kießling dem Spiel gegen den tief stehenden Gegner sicherlich gut getan. Das Experiment mit Mesut Özil als alleinige Spitze darf jedenfalls als  gescheitert angesehen werden.

Der Arsenal-Profi blühte erst auf, als er in der Schlussphase aus der Tiefe agieren konnte und Max Kruse im Sturmzentrum arbeiten musste. Özil belohnte sich in der Nachspielzeit mit dem Treffer zum 3:0 und später noch mit einem Kölsch.

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