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Joachim Löw verlängert Vertrag mit DFB: So wird es eng für den Bundestrainer

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Kommentar  

Geht die WM-Mission schief, wird es eng für Löw

18.10.2013, 15:20 Uhr

Joachim Löw verlängert Vertrag mit DFB: So wird es eng für den Bundestrainer. Greift Jogi Löw in Brasilien nach den Sternen? (Quelle: imago)

Greift Jogi Löw in Brasilien nach den Sternen? (Quelle: imago)

Ein Kommentar von Jörg Runde

Beim DFB ist also mal wieder eitel Sonnenschein. Das Ticket zur WM 2014 ist gebucht und Bundestrainer Joachim Löw hat seinen Vertrag bis 2016 verlängert. Da kann man sich schon mal freuen, mit einem Gläschen Sekt auf die Planungssicherheit anstoßen und optimistisch in die Zukunft schauen. Schließlich bietet der aktuelle Kader deutscher Elite-Kicker eine exzellente Perspektive für das anstehende Großereignis in Brasilien. Nie zuvor hatte ein deutscher Nationaltrainer so viele Weltklasse-Spieler zur Verfügung wie derzeit, nie zuvor stand eine DFB-Auswahl für so viel spielerischen Glanz wie im Augenblick.

Deutschland ist mit diesem Personal - und daran ändert auch die anhaltende Defensivschwäche nichts - ein absoluter Top-Favorit. Dieser Ausgangslage wird sich auch Joachim Löw bewusst sein. Über ein paar schöne WM-Spiele und eine Halbfinalteilnahme wird sich hierzulande niemand mehr freuen. Erwartet wird von den Fans nicht weniger als der WM-Pokal. Daran, das ist klar, muss sich auch der Bundestrainer messen lassen.

Als Coach am Spielfeldrand überzeugen

Dass Joachim Löw über überragenden Fachverstand verfügt, daran besteht kein Zweifel. Im DFB und bei den Spielern genießt er höchste Anerkennung. Auch auf der internationalen Bühne überzeugt Löw als Repräsentant des neuen, spielerischen, offensiven deutschen Fußballs. Sein freundliches Auftreten hilft ihm dabei. Was Löw fehlt, ist der Nachweis, dass er eine Mannschaft auch ohne Freundschaftsbändchen auf ein Ziel einschwören, erfolgreich durch ein komplettes Turnier führen und wirklich große Spiele gewinnen kann. Gezeigt hat Löw bisher auch nicht, dass er über die tägliche Trainingsarbeit hinaus, als Coach auf eine enge Partie erfolgreich Einfluss nehmen kann.

Das peinliche 4:4 (nach 4:0-Führung) der DFB-Elf 2012 gegen Schweden steht exemplarisch dafür. Die Kameras fingen an diesem kühlen Oktober-Abend einen ratlosen Jogi Löw ein, der sich auf Grund seiner Passivität an der Seitenlinie fast schon der unterlassenen Hilfeleistung schuldig machte.

Potenzial 2012 nicht genutzt

Kritiker werfen Löw auch bei der Final-Niederlage gegen Spanien bei der EM 2008 (0:1) und dem Halbfinal-Aus gegen Spanien (0:1) bei der WM 2010 Fehler vor. Der Halbfinal-K.o. bei der EM 2012 gegen Italien (1:2) trägt zweifelsohne die unrühmliche Bezeichnung "vercoacht". Jeder Gedanke an die Niederlage gegen die damals personell deutlich schlechter besetzte italienische Auswahl versetzt deutschen Fans noch heute einen Stich.

Zurück blieb nach der Partie der Eindruck, dass die deutsche Mannschaft eine Finalteilnahme leichtfertig verschenkte, weil sie ihr riesiges Potenzial nicht nutzte. Wird die Heimreise der DFB-Reisegruppe aus Brasilien erneut von diesem Gefühl begleitet, wird dem Bundestrainer auch sein Vertrag bis 2016 nicht helfen. In Brasilien muss Löw beweisen, dass in die Riege der ganz großen Bundestrainer wie Sepp Herberger, Helmut Schön und Franz Beckenbauer gehört. Gelingt das nicht, braucht die DFB-Elf einen neuen Chef.

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