Der Schalker Bundesliga-Profi Kevin-Prince Boateng und Sulley Muntari sind aus dem Kader der ghanaischen Nationalmannschaft bei der WM in Brasilien geworfen worden. Der Verband bestätigte diese Entscheidung auf seiner Internetseite.
Boateng habe Trainer Kwesi Appiah "vulgär beschimpft und keine Reue gezeigt", Muntari sei während einer Sitzung gegen Verbandsfunktionär Moses Armah "handgreiflich geworden". Boateng und Muntari wurden ihre WM-Akkreditierungen bereits entzogen.
Boateng streitet Beleidigungen ab
"Ja, ich reise ab und bin nicht mehr Teil des Teams", sagte Boateng "Sport Bild online" und fügte seine Sicht der Dinge an: "Nach dem Training bin ich zum Trainer gegangen und habe ihn gefragt, ob er eine Minute Zeit für mich hätte. Ich fragte ihn, was er gegen mich habe? Daraufhin fing er an, mich anzuschreien. Er beleidigte mich auch. Es fielen Wörter wie: Fuck off."
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Der ehemalige Italien-Legionär will von Beleidigungen gegenüber dem Coach nichts wissen. "Ich akzeptiere das absolut - nur sollte keiner glauben, dass ich den Trainer beleidigt hätte oder mir etwas zu Schulden kommen ließ."
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Erst am Mittwoch war ein Prämienstreit im ghanaischen Team vor dem letzten Vorrundenspiel in der "deutschen" Gruppe gegen Portugal am Donnerstag beigelegt worden. Die Black Stars haben noch eine Chance auf das Erreichen des Achtelfinales bei einem Sieg gegen die Portugiesen um Weltfußballer Cristiano Ronaldo (ab 17.45 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Nach zwei Gelben Karten ist Muntari für diese Begegnung ohnehin gesperrt.