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"Beißer" Luis Suarez für neun Spiele und vier Monate gesperrt

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Nach TV-Beweis  

Lange Sperre für Beißer Suarez

26.06.2014, 18:28 Uhr | sid

"Beißer" Luis Suarez für neun Spiele und vier Monate gesperrt. Saftige Strafe für Luis Suarez. (Quelle: dpa)

Saftige Strafe für Luis Suarez. (Quelle: dpa)

Keine Gnade für den "Vampir": Für Uruguays Starstürmer Luis Suarez ist die WM in Brasilien wegen seiner Beiß-Attacke vorzeitig beendet. Die Disziplinarkommission der FIFA gab eine Neun-Spiele- sowie eine Vier-Monats-Sperre für den 27-Jährigen bekannt. Bis Oktober ist er zudem für seinen Klub FC Liverpool gesperrt. Noch nie fällte die FIFA ein solches Urteil bei einer WM.

Damit steht der Angreifer seinem Team selbst im Falle eines Finaleinzugs am 13. Juli in Rio de Janeiro nicht zur Verfügung. Suarez wurde zudem zu einer Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken (82.000 Euro) verurteilt.

Uruguay legt Einspruch ein

Der uruguayische Fußball-Verband wird jedoch Einspruch gegen die Sperre einlegen. Es sei "eine übertriebene Entscheidung", sagte Verbandspräsident Wilmar Valdéz. "Es fühlt sich an, als wäre Uruguay aus der WM geworfen worden." Ein Einspruch gegen den Bann von neun Pflicht-Länderspielen gegen Suárez hat allerdings vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien am Samstag keine aufschiebende Wirkung, wie der Weltverband FIFA zuvor erklärt hatte.

UMFRAGE
Neun Spiele und vier Monate Sperre für Luis Suarez: Ist die Strafe angemessen?

Der uruguayische Verband soll der FIFA einen 17-seitigen Bericht und mehrere Videos von Unsportlichkeiten anderer WM-Spieler vorgelegt haben, die den Fall Suarez relativieren sollten. Mit einem persönlichen Schreiben an den Weltverband hatte Suárez zuvor versucht, die Entscheider gnädig zu stimmen.

Lugano: "Diese Wunde hatte Chiellini schon"

Am 24. Juni im WM-Vorrundenspiel gegen Italien hatte Suárez seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini in der 79. Minute in die Schulter gebissen. Der mexikanische Schiedsrichter Marco Rodriguez und seine Assistenten an den Linien hatten die Szene nicht gesehen. Suárez konnte aber aufgrund der TV-Bilder verurteilt werden.

Der Torschützenkönig der englischen Premier League, der bei der WM mit seinem Doppelpack gegen seine Wahlheimat England (2:1) auch schon für sportliche Schlagzeilen sorgte, ist Wiederholungstäter. Schon 2010 bei Ajax Amsterdam und 2013 beim FC Liverpool biss er einen Gegenspieler, bekam seinen Spitznamen "Kannibale" verpasst und wurde jeweils lange gesperrt.

Auf dem Platz war Suarez noch ungeschoren davongekommen, obwohl Gegenspieler Chiellini Schiedsrichter Rodriguez immer wieder seine Schulter mit der angeblichen Bisswunde zeigte. Uruguay-Abwehrspieler Diego Lugano meinte jedoch: "Diese Wunde hatte Chiellini schon zuvor, die stammt nicht von Suarez."

Suarez verliert Sponsor

Die hohe FIFA-Strafe hat für Suárez weitreichende Folgen. Unmittelbar nachdem der 27-Jährige zu seiner Sperre verdonnert wurde, kündigte der erste Sponsor an, die Werbeaktivitäten mit dem Torschützenkönig der Premier League einzustellen.

"Wir planen keine weiteren Marketingaktivitäten mit Suarez während der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2014", sagte adidas-Sprecher Oliver Brüggen: "Adidas unterstützt die von der FIFA getroffene Entscheidung und duldet das jüngste Verhalten von Luis Suárez nicht. Wir werden ihn noch einmal an die hohen Verhaltensstandards erinnern, die wir an unsere Spieler stellen."

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