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Handball: HSV Hamburg gewinnt DHB-Pokal

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HSV Hamburg ringt die Löwen nieder

11.04.2010, 14:48 Uhr | dpa, dpa

Handball: HSV Hamburg gewinnt DHB-Pokal. Kein Durchkommen: "Löwe" Bjarte Myrhol im Final-Four-Finale (Foto: dpa)

Kein Durchkommen: "Löwe" Bjarte Myrhol im Final-Four-Finale (Foto: dpa) (Quelle: imago)

Der HSV Hamburg hat mit dem Gewinn des DHB-Pokals Teil eins der Mission "Titel-Hattrick" erfüllt. In einem mitreißenden Endspiel nutzte der Bundesliga-Erste seinen Heimvorteil und besiegte die Rhein-Neckar Löwen nach Verlängerung mit 34:33 (30:30, 15:15). 13.104 begeisterte Zuschauer feierten in der ausverkauften Color Line-Arena eine riesige Handball-Party und den Sieg-Torschützen Krzysztof Lijewski (9). Olafur Stefansson (8/5) warf für die Mannheimer die meisten Tore. Durch den zweiten Pokalsieg nach 2006 kann der HSV Hamburg erstmals auch den Titel-Dreierpack aus Cup, Meisterschaft und Champions League schaffen.

Schwalb tanzt auf dem Parkett

"Wir können sehr stolz sein", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb, der nach dem Schlusspfiff wie wild auf dem Parkett tanzte und herumsprang. "Das war ein phänomenales Handballspiel. Wir haben am Ende das Quäntchen mehr Glück gehabt", sagte Torwart Johannes Bitter. Sein Coach richtete schnell den Blick wieder auf den Meisterschafts-Endspurt und die Champions League. "Die Spieler dürfen sich heute freuen - und dann geht es weiter", so Schwalb.

Spiel auf Messers Schneide

Im Gegensatz zum Halbfinale am Vortag mit einer schnellen 8:1-Führung gelang dem HSV Hamburg im Endspiel kein Blitzstart. Vielmehr waren sich die beiden Finalisten von der ersten Minute an ebenbürtig. Keine Mannschaft konnte sich mit mehr als zwei Toren absetzen. Die Mannheimer ließen sich von der Heimspiel-Atmosphäre für die Hamburger nicht beeindrucken. Zum Schluss der regulären Spielzeit spitze sich das Geschehen zu: Nach wechselnden Führungen warf Torsten Jansen die Hamburger 17 Sekunden vor Schluss in Front, Uwe Gensheimer warf die Löwen 14 Sekunden später in die Verlängerung.

Polnische Spieler mit Trauerflor

Auf Seiten der Hamburger spielte der am Vortag geschonte Krzysztof Lijewski groß auf und vertrat seinen Bruder Marcin, der im Halbfinale als zehnfacher Torschütze geglänzt hatte, gleichwertig. Wie ihre Landsleute Karol Bielecki, Slawomir Szmal, Grzegorz Tkaczyk, Michal Jurecki, Artur Siodmiak und Tomas Tluczynski trugen die beiden Lijewskis auch am Finaltag Trauerflor zum Gedenken an den am Samstag bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen Staatspräsidenten Lech Kaczynski. Das Turnier hatte deswegen mit einer Schweigeminute begonnen. "Das ist eine große Tragödie. Das ist sehr schwer für jeden Polen", sagte Rückraumspieler Marcin Lijewski.

Lübbecke hofft nach Platz drei aufs internationale Geschäft

Vor dem Triumph des HSV hatte sich der TuS N-Lübbecke überraschend Platz drei erkämpft. Mit einem beherzten Auftritt gewannen die Ostwestfalen das kleine Finale gegen den favorisierten VfL Gummersbach mit 29:26 (15:12) und können auf den Start im Europacup der Pokalsieger hoffen. Sollten sich sowohl die Hamburger als auch die Rhein-Neckar Löwen wieder für die Champions League qualifizieren oder der VfL Gummersbach durch den Sieg im Europacup der Pokalsieger einen zweiten Startplatz für die Bundesliga erobern, spielen die Lübbecker in der nächsten Saison international.

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