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Bundestrainer Brand tritt mit einem Sieg ab

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Hoher Sieg über Lettland zum Abschluss

04.07.2011, 16:29 Uhr | sid, dpa

Bundestrainer Brand tritt mit einem Sieg ab. Abschied als Bundestrainer: Heiner Brand. (Foto: dpa)

Abschied als Bundestrainer: Heiner Brand. (Foto: dpa)

Mit einem Schützenfest haben die deutschen Handballer ihren langjährigen Trainer Heiner Brand verabschiedet. Die Mannschaft des Deutschen Handball-Bundes (DHB) besiegte Lettland im letzten EM-Qualifikationsspiel in Trier mit 32:22 (17:11) und sicherte sich den Sieg in der Qualifikationsgruppe 5.

Brand wurde in seinem letzen Spiel nach vierzehnjähriger Amtszeit von den Zuschauern gefeiert. "Das war das beste Spiel bis jetzt. Ein Teil meiner Karriere geht zu Ende, der mein Leben geprägt hat. Es ist jetzt auch eine Befreiung, weil die letzten Jahre sehr anstrengend waren. Ich bin froh, eine neue Tätigkeit zu übernehmen", sagte Brand. (Die besten Anekdoten aus Heiner Brands Karriere als Bundestrainer)

Hohe Fehlerquote zu Beginn

Das deutsche Team, für das die Kieler Christian Sprenger und Dominik Klein jeweils fünfmal trafen, wollte von Beginn an zeigen, dass es das scheinbar bedeutungslose Spiel nicht auf die leichte Schulter nimmt. Trotz des bereits gesicherten Tickets für die EM in Serbien im Januar 2012 hatte sich die DHB-Auswahl vor 4515 Zuschauern in der ausverkauften Arena von Trier vorgenommen, ein hohes Anfangstempo zu gehen.

Allerdings zunächst ohne Erfolg. Stattdessen startete die Brand-Truppe mit einer hohen Fehlerquote. Auszeichnen konnte sich zu Beginn nur der lettische Rückraumspieler Artis Kurmins, der den Außenseiter schnell mit 3:1 in Führung brachte (4. Minute).

Glandorfs Jubiläumstor markiert die Wende

Der deutsche Chefcoach hatte im Vergleich zum Österreich-Spiel einige Änderungen vorgenommen. Er verzichtete auf den angeschlagenen Michael Kraus sowie auf Jacob Heinl, dafür bekamen Steffen Weinhold im Rückraum und Kreisläufer Patrick Wiencek die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen.

Im Tor begann Carsten Lichtlein für Silvio Heinevetter. Erst als Holger Glandorf sein 500. Länderspieltor erzielte und Lichtlein einen Siebenmeter entschärfen konnte, kam Deutschland in Fahrt (11.). Vor allem Sprenger bereitete den punktlosen Letten immer wieder Probleme mit schnellen Tempo-Gegenstößen. Auch Glandorf traf nun besser als in der Anfangsphase und sorgte für die 17:11-Pausenführung.

Brand wird bei der letzten Auszeit frenetisch gefeiert

Nach der Pause agierte das DHB-Team konzentrierter. Klein, Uwe Gensheimer und sogar Abwehrchef Oliver Roggisch mit einem seiner seltenen Treffer bauten den Vorsprung zugunsten der Hausherren aus (35.). Als Patrick Groetzki auf zehn Tore Abstand erhöhte, war das Spiel endgültig entschieden (40.).

Am Ende der Partie stand dann nur noch Heiner Brand im Mittelpunkt. Der 58-Jährige wurde nach mehr als vierzehn Jahren im Amt mit stehenden Ovationen und Sprechchören verabschiedet. Ein taktisches Timeout nach 56:49 durch seinen designierten Nachfolger Martin Heuberger leitete den Abschied von Heiner Brand ein. Zu den Klängen von "Geile Zeit" der Gruppe Juli und dem Lied "Niemals geht man so ganz" von Trude Herr applaudierten Fans und Spieler stehend dem scheidenden Bundestrainer.

Künftig als Manager beim Verband tätig

In der Halle war Brands Abschied schon vor und während des Spiels allgegenwärtig. "Danke, Heiner Brand!", stand auf der Titelseite des Hallenheftes. Plakate mit Gruß- und Dankesworten hingen auf den Zuschauertribünen. "Danke Heiner für 14 Jahre tollen Handball", stand auf einem Transparent. Bei seiner Vorstellung brandete tosender Applaus für den "Handball-Kaiser" auf. Schon lange vor Spielende skandierten die Zuschauer seinen Namen. Brand war seit 1. Januar 1997 Bundestrainer und gewann in der Zeit unter anderem WM- und EM-Gold sowie jeweils Silber beim Olympia, WM und EM. Der Gummersbacher wird sich künftig als Manager des DHB um die Zukunft des deutschen Handballs kümmern.

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