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Handball Champions League: Manipulationsvorwürfe vor Viertelfinale in Kiel

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Handball Champions League - Manipulationsvorwürfe vor Viertelfinale

27.04.2012, 12:31 Uhr | sid

Handball Champions League: Manipulationsvorwürfe vor Viertelfinale in Kiel. Manipulationsvorwürfe beim Viertfinal-Hinspiel zwischen RK Zagreb und THW Kiel (Quelle: imago)

Manipulationsvorwürfe beim Viertfinal-Hinspiel zwischen RK Zagreb und THW Kiel (Quelle: imago)

Vor dem Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League beim THW Kiel hat Gegner RK Zagreb schwere Vorwürfe gegen die Europäische Handball-Föderation (EHF) erhoben. Klubchef Zoran Gobac sei überzeugt, dass das Hinspiel (31:31) manipuliert wurde, um zumindest einer deutschen Mannschaft den Weg zum Finalturnier in Köln zu ebnen. Dies berichten die "Kieler Nachrichten".

Demnach habe der Präsident des kroatischen Serienmeisters in einem Interview mit dem kroatischen Internetportal vecernji.hr die Nominierung der litauischen Schiedsrichter kritisiert. Gobac wird mit den Worten zitiert: "Die beiden haben uns mit der Unterstützung des griechischen Delegierten den Sieg genommen."

Finale ohne deutsches Team befürchtet

Die EHF habe nach der deutlichen Niederlage der Füchse Berlin befürchtet, das Final-Four ohne deutschen Verein austragen zu müssen. "Der EHF ist das Geschäft wichtiger als der Handball", sagte Gobac, der als mächtigster Handball-Funktionär auf dem Balkan gilt.

Zagrebs Manager Ante Ancic wiederholte die Kritik gegenüber der Zeitung. "Wir haben uns das Spiel noch einmal angesehen und 14 Entscheidungen gefunden, die gegen uns getroffen wurden", sagte Ancic.

Schon einmal Manipulationsskandal in Kiel

Der THW reagierte gelassen. Manager Klaus Ellwardt bezeichnete die Vorwürfe als "völlig aus der Luft gegriffen". Die EHF hat den RK Zagreb um eine Stellungnahme gebeten. Eine Antwort steht noch aus.

Schon einmal hatte ein Prozess um einen vermeintlichen Kieler Manipulationsskandal für Furore gesorgt. Dem früheren THW-Manager Uwe Schwenker und Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic war vorgeworfen worden, mit Hilfe eines kroatischen Mittelsmannes die Schiedsrichter des Finalrückspiels der Champions League 2007 bestochen zu haben.

Das Gericht hatte die Angeklagten im Januar nach 19 Verhandlungstagen freigesprochen, die Staatsanwaltschaft beantragte in der vergangenen Woche allerdings Revision.

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