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Heiner Brand: "Da würde ich wahnsinnig"

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Brand lehnt Präsidenten-Amt ab

31.12.2012, 13:18 Uhr | t-online.de, dpa

Heiner Brand: "Da würde ich wahnsinnig". Heiner Brand (Quelle: imago/Camera 4)

Nach Bundestrainer und Sportdirektor nun Präsident? Für Heiner Brand ist das keine Option. (Quelle: Camera 4/imago)

Heiner Brand wird nicht Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Der Sportdirektor steht nicht als Nachfolger für den scheidenden Ulrich Strombach zur Verfügung. "Da würde ich wahnsinnig. Von daher steht ein solcher Posten trotz einer hoffentlich anstehenden Strukturreform für mich nicht zur Debatte", sagte Brand dem "kicker"

Deutschlands Weltmeister-Trainer von 2007 gab seinen Entschluss nach längeren Überlegungen bekannt. "Ich habe wirklich darüber nachgedacht. Aber nachdem ich sah, wie die Arbeit des Präsidiums beeinträchtigt wird und welchen Diskussionen und Einmischungen man sich stellen muss, war ich regelrecht geschockt", sagte Brand zu seinem Entscheidungsfindungsprozess.

Klubs und Spieler "in der Pflicht"

Klare Worte fand Brand auch in der Debatte über die Absagen mehrerer Nationalspieler wie Holger Glandorf von der SG Flensburg-Handewitt für die WM. Der 60-Jährige bezeichnete als "Vermutung jedenfalls zulässig", dass Glandorf nach längerer Zwangspause wegen einer Infektion von seinem Klub zum WM-Verzicht gedrängt worden sein könnte. "Verein und Spieler stehen in der Pflicht, die richtige Einstellung für die Nationalmannschaft mitzubringen. Aber manche Vereine drängen aus eigenen Interessen ihre Spieler auch in eine Rolle, anstatt ihnen die Rolle der Nationalmannschaft zu vermitteln. Nationalspieler zu sein bedeutet auch, Verantwortung für die Sportart zu haben", sagte Brand

Er beklagte, wie schon häufig während seiner 14-jährigen Amtszeit als Bundestrainer, mangelnde Wertschätzung für das Nationalteam: "Einige geben immer noch nicht das zurück, was nötig wäre, da sind Egoismen weiterhin erkennbar. Ich verallgemeinere das nicht, denn viele Vereine sind stolz, Nationalspieler abstellen zu können. Aber diese Haltung ist noch nicht flächendeckend." Brands Zielsetzung für das WM-Turnier fällt zunächst zurückhaltend aus. "Vom Erreichen des Achtelfinales gehe ich fest aus." Abhängig vom gesamten Turnierverlauf sei "auch das Viertelfinale drin".

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