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Handball-WM 2013: "Haben noch Luft nach oben"

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"Haben noch Luft nach oben": Handballer suchen WM-Form

06.01.2013, 15:44 Uhr | sid

Handball-WM 2013: "Haben noch Luft nach oben". Michael Haaß, Silvio Heinevetter und Oliver Roggisch (von. li.) gehören zu den erfahrendsten Akteuren im DHB-Team. (Quelle: imago/Sven Simon)

Michael Haaß, Silvio Heinevetter und Oliver Roggisch (von. li.) gehören zu den erfahrendsten Akteuren im DHB-Team. (Quelle: imago/Sven Simon)

Nach dem hart erkämpften 28:28 der deutschen Handballer gegen Schweden verabschiedete sich Martin Heuberger zufrieden in den eintägigen Kurzurlaub. "Die Spiele waren ein deutlicher Schritt nach vorne im Vergleich zu den letzten Auftritten im November", sagte der Bundestrainer. Und obwohl der Weltmeister von 2007 den ersten Vergleich mit den nicht für die WM qualifizierten Skandinaviern zwei Tage zuvor noch für sich entschieden hatte (26:20), bewertet der Bundestrainer die Ergebnisse nicht über.

Die neu formierte deutsche Auswahl präsentierte sich gegen die Schweden wenige Tage vor Beginn dem Turnier in Spanien (11. bis 27. Januar) nur bedingt WM-tauglich.

Heinevetter: "Haben noch Luft nach oben"

Ohne den wegen einer Magenverstimmung pausierenden Kapitän und Abwehrchef Oliver Roggisch fehlte es beim zweiten Auftritt am Samstag vor allem an der nötigen Stabilität in der Abwehr. "Wir haben in Schweden eine sehr gute 6:0-Abwehr gespielt. Im Rückspiel hat uns Olli als Stabilisator gefehlt. Aber nicht nur in der Abwehr müssen wir uns noch steigern, auch im Tempospiel müssen wir effektiver werden", sagte Heuberger, der die Spiele für reichlich Experimente nutzte.

Hinten testete er verschiedene Deckungskonstellationen und -formationen, vorne gab er seinem gesamten 16-er Kader Spielanteile. "Wir haben noch Luft nach oben. Vor allem die erste Halbzeit des zweiten Spiels war nicht so dolle", sagte Torhüter Silvio Heinevetter, "aber ich glaube, wir sind auf einem guten Weg." Der Keeper von den Füchsen Berlin hatte entscheidenden Anteil daran, dass sein Team mit einem guten Gefühl in die WM-Generalprobe am Mittwoch in Stuttgart gegen Rumänien gehen kann. Heinevetter war in beiden Begegnungen der überragende deutsche Spieler.

Team ist noch nicht in Topform

Spielmacher Michael Haaß gab im Hinblick auf den WM-Auftakt am kommenden Samstag in Granollers gegen Brasilien den Mahner: "Wir sollten uns jetzt langsam unserer Topform nähern. Die Spiele haben mal wieder gezeigt, dass wir gegen jede Mannschaft gut aussehen können, aber auch gegen jede Mannschaft schlecht." Wichtig sei gewesen, dass sein Team das zweite Spiel trotz eines Rückstands in der Schlussphase nicht verloren habe.

13 Sekunden vor dem Ende sorgte Kreisläufer Christoph Theuerkauf für den umjubelten Ausgleich. "Wir sollten die Ergebnisse nicht überbewerten. Die Schweden haben sicherlich nicht in Topbesetzung gespielt", sagte Rückraumspieler Sven-Sören Christophersen mit Blick auf den ebenfalls in neuer Formation spielenden Gegner, bei dem nur vier Spieler des Olympia-Kaders dabei waren: "Aber das sind auch keine Blinden, die uns da gegenüberstanden."

Leistungsträger schmerzlich vermisst

Ohne ihre bei der WM fehlenden Leistungsträger Uwe Gensheimer, Holger Glandorf und Lars Kaufmann offenbarte die Auswahl des DHB auch im Angriff noch Luft nach oben. Die Hoffnungen des Bundestrainers ruhen dort vor allem auf dem zuletzt fehlenden Christophersen. Er gab gegen das Drei-Kronen-Team nach fast sechs Wochen Verletzungspause sein Comeback. Vom gerissenen Außenband im rechten Knie ist kaum noch etwas zu spüren. "Ich bin sicherlich noch nicht bei 90 Prozent, aber es sind ja noch ein paar Tage Zeit", sagte Christophersen.

Weltmeister-Torhüter Johannes Bitter traut seinen Ex-Teamkollegen trotz der schwierigen Ausgangslage ein gutes Resultat bei der WM zu. "Wenn die Jungs gut in das Turnier kommen und als Mannschaft funktionieren, dann ist durchaus auch mehr als das Achtelfinale möglich.". Und Linksaußen Dominik Klein versprach: "In Spanien wird eine Mannschaft auf der Platte stehen, die absolut Spaß an der Sache hat und sich auf dem Feld zerreißt."

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