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Handball-EM 2016: Torhüter Wolff lehrt Schweden das Fürchten

Torhüter überragend  

Der "große, böse" Wolff lehrt Schweden das Fürchten

20.01.2016, 08:08 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Handball-EM 2016: Torhüter Wolff lehrt Schweden das Fürchten. Matchwinner: Fabian Wiede bedankt sich bei Torwart Andreas Wolff (rechts) für dessen starke Leistung. (Quelle: imago/Constrast)

Matchwinner: Fabian Wiede bedankt sich bei Torwart Andreas Wolff (rechts) für dessen starke Leistung. (Quelle: imago/Constrast)

"Die Schweden fürchten sich vor dem großen, bösen Wolff" - die Glanztaten von Torhüter Andreas Wolff beim 27:26 (13:17)-Vorrundensieg des deutschen Teams bei der Handball-EM gegen Schweden haben auf der Internetseite der Titelkämpfe für Anleihen aus der Märchenwelt gesorgt. Der Hauptdarsteller blieb jedoch bescheiden. 

"Die war okay", bewertete der Schlussmann der HSG Wetzlar seine Leistung beim wichtigen Erfolg zurückhaltendAndere sahen das ganz anders. So wurde der 24-Jährige als bester Spieler der Partie geehrt. "Die Freude ist groß, jetzt kehrt eine gewisse Erleichterung ein", sagte Wolff nach der Partie. 42 Prozent aller Würfe auf sein Tor parierte Wolff, der nach elf Minuten für Carsten Lichtlein ins Spiel gekommen war.

"Ich erhebe keine Ansprüche"

Die eigentliche deutsche Nummer eins wurde von Bundestrainer Dagur Sigurdsson vom Feld beordert, weil er keinen Ball zu fassen bekam. "Nach dem Seitenwechsel haben wir die Partie dann aber gedreht, Andreas Wolff wurde unser Matchwinner - und wir haben es bis zum Schluss mit dem nötigen Glück geschafft", befand der Isländer.

Wolff, der in der kommenden Saison von Wetzlar zum THW Kiel wechselt, will trotz seiner wie schon gegen Spanien famosen Leistung keine Torhüter-Diskussion entfachen. Schließlich habe Lichtlein mehr als 200 Länderspiele auf dem Buckel und oft genug bewiesen, dass er der Top-Mann ist. "Ich erhebe keine Ansprüche. Man sollte nicht an seiner Position rütteln", erklärte Wolff. Der 1,98-Meter-Hüne hat es bisher auf 19 Einsätze im Nationalteam gebracht.

Dank des Erfolgs genügt der deutschen Auswahl zum Abschluss der Vorrunde gegen Slowenien (Mittwoch, ab 17.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) bereits ein Remis, um die Hauptrunde zu erreichen. Dabei könnte "große, böse" Wolff einmal mehr eine entscheidende Rolle spielen.

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