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Handball-EM 2016: Gastgeber Polen nach EM-Aus geschockt

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Geplatzter Titel-Traum  

"Katastrophe": Gastgeber Polen trauert nach EM-Aus

28.01.2016, 16:45 Uhr | dpa

Handball-EM 2016: Gastgeber Polen nach EM-Aus geschockt. Enttäuschung pur: Polens Kamil Syprzak versteckt sich nach dem EM-Aus unterm Handtuch. (Quelle: imago/Newspix)

Enttäuschung pur: Polens Kamil Syprzak versteckt sich nach dem EM-Aus unterm Handtuch. (Quelle: Newspix/imago)

Schluchzende Fans und Spieler, die verzweifelt um Fassung ringen. Ein Trainer, der die Schuld für das unerwartet frühe Aus bei der Heim-EM ganz auf sich nahm und zurücktrat: Das 23:37-Debakel gegen Kroatien zum Hauptrunden-Abschluss und der verpasste Halbfinal-Einzug wurden in Polen als Sport-Drama im Ausmaß einer griechischen Tragödie wahrgenommen.

Die Boulevardzeitung "Fakt" bewertete das Ganze schlicht als "Katastrophe"; beim Konkurrenten "Super-Express" hieß es: "Aus der Traum". Von einem "Horrorspiel" war in anderen Kommentaren die Rede.

Biegler: "Entschuldige mich bei allen Polen"

Michael Biegler zog mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem EM-Aus. Der deutsche Coach des mittlerweile aus der Bundesliga abgemeldeten HSV Hamburg wird die EM-Gastgeber am Freitag ein letztes Mal bei der Begegnung gegen Schweden um den siebten Platz betreuen.

Direkt nach dem Schock gegen Kroatien offenbarte er sein Verantwortungsgefühl: "Gebt nicht den Spielern die Schuld. Wenn jemand schuld hat, dann bin ich das", befand der 54-Jährige. "Ich habe an diesem Abend viele falsche Entscheidungen getroffen. Ich entschuldige mich bei den Fans und bei allen Polen."

In einer nicht repräsentativen Umfrage des Nachrichtenportals tvn24.pl erteilten ihm spontan 67 Prozent der Anhänger dennoch Absolution: Das Match gegen Kroatien sei ein "Unfall" gewesen, wie er immer mal passieren könne. Nur 33 Prozent waren der Ansicht, dass der Trainer nun gehen müsse.

"Nichts lief so, wie es sollte"

Die polnischen Handballprofis mussten nach der üblen Niederlage erst einmal Trauerarbeit leisten - und versuchten zugleich irgendwie, ihre Fans zu trösten. "Ich kann nicht viel sagen", stammelte Piotr Wyszomirski, der den Tränen nahe war. "Wir entschuldigen uns für unser Spiel."

Sein zutiefst enttäuschter Mannschaftskamerad Piotr Chrapkowski äußerte sich ähnlich: "Ich entschuldige mich bei allen Fans für diese Blamage. Nichts lief so, wie es sollte. Das war unser entschieden schlechtestes Spiel."

Vergleich mit Brasilien-Pleite

Angesichts der niederschmetternden Niederlage im entscheidenden Spiel wurden sogar Vergleiche mit der Fußball-WM 2014 gezogen, als der damals ebenfalls höchst ambitioniert gestartete Gastgeber Brasilien sich mit einem demoralisierenden 1:7 gegen die deutsche Mannschaft unwürdig aus dem Turnier verabschiedet hatte.

Dabei hatte die Handball-EM für die Polen so blendend begonnen. Auf knappe Pflichtsiege gegen Serbien und Mazedonien folgte eine wahre Gala gegen Olympiasieger und Weltmeister Frankreich, die die Erwartungen ans polnische Team zusätzlich befeuerte.

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