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Formel 1 - McLaren-Mercedes: Entschuldigung könnte Spionage-Affäre beenden

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McLaren-Mercedes  

Entschuldigung könnte Spionage-Affäre beenden

13.12.2007, 20:18 Uhr | sid

McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis (Foto: imago)McLaren-Mercedes-Teamchef Ron Dennis (Foto: imago) McLaren-Mercedes hat sich öffentlich bei Ferrari, der Formel-1-Familie, beim Automobil-Weltverband FIA und den Fans für die Spionage-Affäre und deren Auswirkungen auf die Saison 2007 entschuldigt. "Als Resultat der Untersuchungen des Automobil-Weltverbandes FIA ist klar geworden, dass die Ferrari-Informationen deutlich weiter innerhalb von McLaren verbreitet waren als zunächst mitgeteilt. McLaren bedauert zutiefst, dass die eigenen Untersuchungen das nicht hervorgebracht hatten und hat dem World Motor Sport Council geschrieben, um sich zu entschuldigen", teilte das Team in einer Presseerklärung mit.

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Wird der Fall zu den Akten gelegt?

FIA-Präsident Max Mosley begrüßte die Entschuldigung McLarens und rief das World Council auf, den Fall zu den Akten zu legen. Im Interesse des Sports sollte die Anhörung am 14. Februar 2008 gestrichen und die Angelegenheit als beendet betrachtet werden, hieß es auf der FIA-Internetseite. McLaren könnte vom World Council noch bestraft werden, wenn Ferrari-Ideengut im Silberpfeil für 2008 entdeckt würde.

Spionage-Affäre I Entscheidung vertagt
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Nachweisbar falsche Aussagen

Ferrari erklärte in einer Pressemitteilung, den Vorschlag Mosleys akzeptieren zu wollen. Auch wenn aus sportlichen Gesichtspunkten die Angelegenheit abgeschlossen werden sollte, bleibe festzuhalten, dass schriftliche und mündliche Aussagen von McLaren-Verantwortlichen nachweisbar falsch gewesen sein, hieß es.

Harte Geldstrafe für McLaren-Mercedes

Das ganze Ausmaß der Spionage-Affäre war nur schrittweise ans Licht gekommen. Zunächst waren die Silberpfeile vom World Council am 26. Juli wegen des Besitzes vertraulicher Ferrari-Daten nicht bestraft worden, weil kein Beweis für eine Nutzung dieser Daten vorlag. Nachdem herausgekommen war, dass auch Testfahrer Pedro de la Rosa und Ex-Weltmeister Fernando Alonso regelmäßig per SMS und Mails Informationen erhalten hatten, wurde der Rennstall in einer zweiten Anhörung am 13. September zu 100 Millionen Dollar Geldstrafe und dem Verlust aller Konstrukteurspunkte für 2007 verurteilt.

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Rennkalender 2008

World Council vertagt Entscheidung

Ganz beendet ist die Affäre zudem immer noch nicht. In der vorigen Woche hatte das World Council eine mögliche Bestrafung für 2008 auf den 14. Februar vertagt. McLaren könnte noch bestraft werden, wenn Ferrari-Ideengut im Silberpfeil für 2008 entdeckt würde.

Vergleichbares soll nie wieder passieren

In dem Brief an die FIA räumte das Team neben den nicht erfolgreichen eigenen Untersuchungen jetzt ein, dass "die ganze Situation hätte vermieden werden können, wenn wir Ferrari und die FIA über Nigel Stepneys erste Mitteilung informiert hätten, sobald wir davon erfahren hatten". Um den Einfluss von Ferrari-Informationen auf die McLaren-Leistungsfähigkeit für 2008 zu vermeiden, hätte das Team der FIA eine Reihe detaillierter Vorgehensweisen angeboten. Außerdem habe McLaren aufgrund dieser Vorgänge seine Einstellungs- und Rekrutierungsrichtlinien auf den Prüfstand gestellt. Das Team will "sicher stellen, dass die jetzt vorgenommenen Änderungen dafür sorgen, dass nichts Vergleichbares zu dem, was vorgefallen ist, jemals wieder passiert". Außerdem übernimmt der Rennstall alle Kosten der Untersuchungen durch die FIA und will sich nun ausschließlich auf die Saison 2008 konzentrieren.

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