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Schwimmen - Kurzbahn-EM: Deutsche Schwimmer räumen ab

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Schwimmen  

Deutsche Schwimmer räumen ab

10.02.2010, 07:17 Uhr | dpa

Thomas Rupprath (Foto: dpa)Thomas Rupprath (Foto: dpa) Gold für Superstar Britta Steffen und Titel-Hamster Thomas Rupprath, Silber für die Frauenstaffel und Helge Meeuw, dritte Plätze an Anne Poleska und Janine Pietsch: Deutschlands Schwimmer sind bei der Kurzbahn-EM in Debrecen im Medaillen-Höhenflug. Die Langbahn-Weltrekordlerin aus Berlin holte sich in Ungarn den Titel über 100 Meter Freistil und führte ihre Mitschwimmerinnen Dorothea Brandt, Petra Dallmann und Meike Freitag über 4 x 50 Meter Kraul mit nationalem Rekord von 1:36,74 Minuten hinter den alten und neuen Weltrekordlerinnen aus den Niederlanden (1:34,82) auf Platz zwei.

Schwimm-EM Männer-Staffel mit Gold

"Heute bin ich sehr zufrieden"

Die Halbzeitbilanz der Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), die bei Europameisterschaften auf 25-Meter-Bahnen seit sechs Jahren den Ton angeben, ist mit vier Titeln, drei Silbermedaillen und vier dritten Plätzen beeindruckend. DSV-Sportdirektor Örjan Madsen war rundum happy: "Heute bin ich sehr zufrieden. Im Prinzip sind alle unsere Medaillenhoffnungen in Erfüllung gegangen." 2006 hatte es für Deutschland in Helsinki insgesamt 15 Mal Edelmetall (sechs Gold, sechs Silber, drei Bronze) gegeben.

Selbstvertrauen für Olympia tanken

Britta Steffen sah noch vor der Schlussbahn wie die Verliererin aus, schwamm dann aber unwiderstehlich an Titelverteidigerin Marleen Veldhuis (Niederlande) vorbei. "So kann die Olympia-Saison weitergehen. Der Sieg über Marleen gibt mir Selbstvertrauen", sagte die neue Europameisterin nach 52,20 Sekunden, mit denen sie ihren deutschen Rekord nur um 3/100 und den Veldhuis-Europarekord um lediglich 6/100 verpasste. Als Staffel-Startfrau stellte sie in 23,90 ihren deutschen Rekord über 50 Meter Freistil ein.

Rupprath triumphiert zum siebten Mal

Die Rücken-Spezialisten Thomas Rupprath und Helge Meeuw holten im Sprint über 50 Meter zum Doppelschlag aus: Der 30-jährige Rupprath wurde in 23,43 Sekunden schon zum siebten Mal Europameister in dieser Disziplin, der sieben Jahre jüngere Vorjahresgewinner Meeuw lag als Zweiter 16/100 zurück. "Ich kann es noch", sagte Rupprath nach längerer Flaute.

Poleska ohne Chance

Ungarns Topschwimmer Laszlo Cseh stellte mit 3:59,33 Minuten über 400 Meter Lagen bereits seinen zweiten Heimspiel-Weltrekord auf. "Das wird nicht mein letzter sein. Ich kann noch schneller schwimmen", kündigte er für Peking weitere Großtaten an. Beim Titelgewinn der erst 15 Jahre alten Russin Julia Jefimowa, die über 200 Meter Brust in 2:19,08 Europarekord erzielte, war die Olympia-Dritte Anne Poleska als Dritte (2:22,66) hinter Mirna Jukic aus Österreich (2:20,92) chancenlos.

Pietsch ist sauer

Weltmeisterin Janine Pietsch konnte über 100 Meter Rücken ebenfalls nur staunen: Frankreichs 21 Jahre alte Top-Athletin Laure Manaudou schwamm in 57,34 Sekunden vor der Kroatin Sanja Jovanovic (57,94) Europarekord, die Deutsche musste sich nach 58,15 wie Anne Poleska mit Rang drei begnügen. "Überhaupt nicht zufrieden" - Pietsch war sauer über ihre Technik. Dagegen sah Poleska bei sich selbst starke stilistische Verbesserungen: "Ich schwimme technisch wieder wie in alten Zeiten." Um Bronze in Peking zu wiederholen, muss sie aber noch hart arbeiten.

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