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Formel 1: Mercedes-Benz übernimmt Mehrheit bei McLaren-Mercedes

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McLaren-Mercedes  

"auto motor und sport": Mercedes übernimmt Mehrheit

16.01.2008, 13:01 Uhr | Motorsport-Total.com

Steht bei McLaren-Mercedes eine Übernahme an? (Foto: imago)Steht bei McLaren-Mercedes eine Übernahme an? (Foto: imago) Mercedes scheint den jahrelangen Machtpoker im eigenen Formel-1-Rennstall gewonnen zu haben. Nach Informationen des Fachmagazins "auto motor und sport" plant der Stuttgarter Autobauer trotz aller Dementis die mehrheitliche Übernahme des McLaren-Teams. Wie das Magazin aus dem Umfeld des Teams erfahren haben will, verhandelt der Automobilhersteller seit Oktober 2007 mit der McLaren-Spitze darüber, die Aktienmehrheit zu übernehmen. Man habe sich über die Größenordnung der Aktienverschiebung und den Preis geeinigt und eine Vollzugsmeldung nur deshalb verschoben, weil eine Bekanntgabe bei der Präsentation des neuen McLaren-Mercedes MP4-23 Mercedes vor einer Woche in Stuttgart wie eine feindliche Übernahme ausgesehen hätte.

Foto-Show Bilder von der Präsentation des MP4-23
Zahlen zum MP4-23 Von Null auf 160 in 3,6 Sekunden

Teamchef Dennis gibt sich zurückhaltend

Laut "auto motor und sport" soll die Einigung noch vor dem Saisonstart am 16. März in Melbourne bekannt gemacht werden. Teamchef Ron Dennis gab sich zurückhaltend und sagte, dass jeden Winter Gespräche zu diesem Thema geführt würden. Wenn der Fall X eintrete, dann nur, weil es das Beste für das Unternehmen sei. Bis heute habe keiner der Aktionäre je einen Penny aus der Firma genommen, meinte der Brite.

Übersicht

Übernahme nach dem Vorbild von BMW

Nach dem Ausschluss aus der Konstrukteurs-WM in der vergangenen Saison und der Rekordgeldstrafe von 100 Millionen US-Dollar wegen der Spionageaffäre ist Dennis intern stark in die Kritik geraten. Um ein derartiges Desaster künftig zu vermeiden, will Mercedes-Benz nach dem Vorbild von BMW (Übernahme des Schweizer Sauber-Rennstalls) nun die Mehrheit von McLaren übernehmen, um die totale Kontrolle zu haben.

Kritik am Krisenmanagement in Sachen Spionage-Affäre

Derzeit hält Mercedes 40 Prozent der McLaren-Anteile, jeweils 15 Prozent sind im Besitz von Ron Dennis und Geschäftspartner Mansour Ojjeh. 30 Prozent gehören einem Konsortium aus dem arabischen Raum. Mercedes war dem Vernehmen nach mit dem Krisenmanagement des englischen Partners in der turbulenten Saison 2007 unzufrieden. In der Spionageaffäre habe man zu spät den Schlussstrich gezogen und der Einspruch gegen die Wertung des Rennens in Brasilien sei in der Szene ebenfalls nicht auf Verständnis gestoßen.

Hat Mercedes einen Ausschluss des Teams verhindert?

McLaren könne sich bei seinem deutschen Partner bedanken, dass man im Spionagefall mit einem blauen Auge davongekommen sei, will "auto motor und sport" aus Kreisen des Automobilweltverbandes FIA erfahren haben. Ohne die vermittelnde Diplomatie aus Stuttgart wäre McLaren angeblich von der WM 2008 ausgeschlossen worden. Die FIA hat nach einem offenen Schuldeingeständnis und einer Entschuldigung von McLaren den Fall inzwischen zu den Akten gelegt.

Zum Durchklicken Die deutschen Piloten in der Formel 1
Rennkalender 2008

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