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Wie das Kaninchen vor der Schlange

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Die Lage der Liga  

Wie das Kaninchen vor der Schlange

26.04.2008, 19:33 Uhr | Julian Moering

Ein Kommentar von Julian Moering

Rafael van der Vaart (li.) und Miso Brecko betrauern den erneuten Misserfolg. (Foto: ddp) Noch in der Winterpause war der Hamburger SV aussichtsreich in drei Wettbewerben vertreten, einen Titel wollte man auf jeden Fall holen. Ein gutes Vierteljahr später ist der Zug für den HSV auf allen Gleisen abgefahren. Nicht nur, dass man sich binnen kürzester Zeit aus dem Meisterschaftsrennen, dem UEFA Cup und dem DFB-Pokal verabschiedete - nach der Heimpleite gegen Schalke steht jetzt sogar das internationale Geschäft für die nächste Saison auf dem Spiel. Nun ist Schalke ja nicht irgendwer, da kann man durchaus verlieren. Erschreckend jedoch, wie sich die Mannschaft von Coach Huub Stevens kampf- und emotionslos in ihr Schicksal fügte. Geschockt und regungslos steht der HSV derzeit vor dem Scherbenhaufen einer so vielversprechenden Saison.


Heimpleite Der Hamburger SV unterliegt Schalke

Das Herz der Mannschaft ist aus dem Takt

Seit vier Partien trafen die Hamburger nicht mehr ins gegnerische Tor, ganze sechs Spiele warten sie nun schon auf einen dreifachen Punkterfolg. Das sind erschreckende Bilanzen, die eher an einen Abstiegskandidaten als an einen Europa-Cup-Anwärter erinnern. Einen wesentlichen Anteil an der Talfahrt hat die seit Wochen andauernde Formschwäche von Kapitän Rafael van der Vaart. Seit seiner Gala am 22. Spieltag gegen Frankfurt, als er zwei Mal traf und zwei Mal vorbereitete, gelingt dem Spielmacher aus den Niederlanden nichts mehr. Null Tore und null Vorlagen stehen seitdem zu Buche. Der einstige Erfolgsgarant wirkt derzeit nur wie das fünfte Rad am Wagen.

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Sand im Getriebe

Aber auch die anderen Räder laufen nicht rund. Von der mannschaftlichen Geschlossenheit, die das Team in der Hinrunde so stark machte, ist zur Zeit nicht mehr viel zu sehen. Gegen Schalke war niemand da, der nach dem Rückstand das Heft in die Hand nahm. Einzelaktionen prägten eine Partie, die bis zum bitteren Ende aus Hamburger Sicht vor sich hin plätscherte. Schalke zog sich zurück und der HSV ließ den Ball behäbig durch die eigenen Reihen laufen. Da war kein Druck, kein Kampf und erst recht kein Wille zu spüren.

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Die Einstellung stimmt nicht

Eine Tatsache, die bedenklich stimmt. Um einen Negativtrend umzukehren, bedarf es zuallererst der Erkenntnis. Doch die Notwendigkeit zum Handeln scheint in den Köpfen der HSV-Spieler noch nicht angekommen zu sein. Ein Vorwurf, den sich auch Stevens gefallen lassen muss. Die Mannschaft richtig einzustellen gehört nun einmal zu den zentralen Aufgaben eines Trainers. Das ist ihm in letzter Zeit nicht mehr gelungen. Somit verabschiedet sich der HSV sang- und klanglos aus der Spitzengruppe der Bundesliga.

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