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TSV 1860 München kündigt Geschäftsführer Ziffzer

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TSV 1860 München  

1860 München kündigt Geschäftsführer Ziffzer

13.05.2008, 15:44 Uhr | dpa

Ziffzer ist nicht mehr Löwen-Geschäftsführer (Foto: imago)Ziffzer ist nicht mehr Löwen-Geschäftsführer (Foto: imago) Die Entlassung von Geschäftsführer Stefan Ziffzer beim Fußball-Zweitligisten 1860 München ist perfekt. Zwei Tage nach seiner Brandrede gegen Präsident Albrecht von Linde musste Ziffzer seinen Hut nehmen. Wie angekündigt war er am Dienstagvormittag an der Grünwalder Straße in der Geschäftsstelle erschienen, zwei Stunden später reiste er in aufgeheizter Atmosphäre wieder ab, nachdem ihm die schriftliche Kündigung übergeben worden war. Das Präsidium um von Linde und seine beiden Stellvertreter Karsten Wettberg und Franz Maget hatte sich einstimmig zur Entlassung entschieden.

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Reuter vorläufig alleiniger Geschäftsführer

Wie der Verein mitteilte, übernimmt Sportdirektor Stefan Reuter vorläufig die alleinige Geschäftsführung. Der 34 Jahre alte Volkswirt Markus Kern, bisher zuständig für Finanzen und Controlling, vertritt als Prokurist kommissarisch den kaufmännischen Bereich. Als Nachfolge-Kandidat für Ziffzer, der seit April 2006 im Amt war und maßgeblich zur Stabilisierung des von der Insolvenz bedrohten Traditionsvereins beigetragen hatte, soll unter anderem Ex-Profi Miroslav Stevic im Gespräch sein.

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Löwen brauchen 1,5 Millionen Euro

Abgeschlossen sind die Chaos-Tage für den Meister von 1966 mit der Trennung vom Haupt-Geschäftsführer aber noch lange nicht. Bis Ende des Jahres müssen die Löwen 1,5 Millionen Euro Eigenkapital aufbringen, um die Auflagen bzw. Bedingungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu erfüllen. Gleichzeitig steht weiterhin die Drohung Ziffzers im Raum, dass die Sponsoren dem Verein im Falle seiner Entlassung den Rücken kehren würden. Inwieweit das überhaupt möglich ist, ist unklar. Zumindest aber ist eine Verlängerung der Verträge fraglich. Das Vertrauen der Geldgeber ins Präsidium soll erschüttert sein.

Pressekonferenz tritt Lawine los

Auslöser der neuerlichen Krise beim durch interne Machtkämpfe und finanzielle Schwierigkeiten gebeutelten Verein war eine Pressekonferenz nach dem 1:1 gegen den VfL Osnabrück, durch das die Löwen den Klassenerhalt endgültig sicherten. Ziffzer hatte von Linde dabei scharf angegriffen. "Der Fisch stinkt vom Kopf her, und bei uns ist der Kopf der Präsident", erklärte Ziffzer und kam zu dem vernichtenden Urteil: "Dieser Präsident ist eine Schande."

Kündigung im VIP-Raum

Als Ziffzer wenige Minuten nach seiner öffentlichen Schelte in den VIP-Raum kam, trat ihm von Linde entgegen und sagte: "Sie sind fristlos entlassen." Ziffzer habe nie verstanden, "wer Koch und wer Kellner ist". Reuter hatte einen Rücktritt derweil ausgeschlossen. Allerdings seien in den kommenden Tagen viele Gespräche notwendig, um die Weichen richtig zu stellen. Reuter wollte sich nicht von Ziffzer distanzieren, merkte aber an, dass er von dessen Art und Weise der Kritik überrascht gewesen sei.

Zeitungsartikel blieb unkommentiert

Der Konflikt zwischen Präsidium und Ziffzer schwelte bereits lange. Immer wieder soll es zu heftigen Disputen zwischen von Linde und Ziffzer gekommen sein, schriftliche Abmahnungen inklusive. Der jüngste Auslöser für die Eskalation war offenbar die Tatsache, dass von Linde einem Bericht des Fachblatts "kicker" nicht energisch widersprochen hatte. In der Meldung war davon die Rede gewesen, Weltmeister Reuter stehe vor der Ablösung als Sportdirektor bei den Sechzigern.

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