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Fußball-Bundesliga ist die Torfabrik in Europa

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Torfabrik Bundesliga  

Akkordarbeit in der Torfabrik Bundesliga

12.11.2008, 14:03 Uhr | sid, t-online.de

Vorarbeiter in der Torfabrik Bundesliga: die TSG 1899 Hoffenheim. (Foto: imago)Vorarbeiter in der Torfabrik Bundesliga: die TSG 1899 Hoffenheim. (Foto: imago) "Die Null muss stehen" zählte lange Zeit zu den obersten Maximen europäischer Fußball-Logik. Auch in der Bundesliga wurde Sicherheitsdenken zum Fußballprinzip erhoben und Spielern eingeimpft.

Heute feiern offensiv orientierte Mannschaften auf dem gesamten Kontinent einen erfolgreichen Feldzug. Ein Phänomen, dass auch vor den Stadien der Bundesliga nicht Halt macht und sich in Toren niederschlägt.

Die meisten Tore fallen in der Bundesliga

330 Tore, durchschnittlich 3,06, sind in den bislang 108 Spielen der laufenden Bundesliga-Saison gefallen, so viele wie zuletzt vor 21 Jahren und die meisten unter den zehn besten Ligen Europas. Die beiden torgefährlichsten Mannschaften, Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim, stehen auch an der Spitze. In acht Ligen der Top Ten des Kontinents - gemessen an der Fünf-Jahres-Wertung der UEFA - belegt das Team mit den meisten Treffern derzeit einen der beiden ersten Ränge.

Aktuell Die Bundesliga-Tabelle
Aktuell Die Torjägerliste der Bundesliga

Trend lässt nicht noch nicht ableiten

Experten warnen allerdings, aus diesen Zahlen bereits einen Trend oder aus der "Sturm-und-Drang"-Taktik der Marke Hoffenheim gar die ultimative Formel für erfolgreichen Fußball abzuleiten. "Die EM in Österreich und der Schweiz hat zum Beispiel einen ganz anderen Stil gezeigt. Da wurde mehr defensiv und auf Abwarten gespielt", sagt Frank Wormuth, Leiter der Fußballlehrer-Ausbildung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB): "Mal abwarten, wie der Fußball aussieht, wenn die Saison in ihre entscheidende Phase geht und es um alles oder nichts geht."

Fans wollen Tore sehen

Dennoch gibt auch Wormuth zu, dass er Spiele mit Leverkusener oder Hoffenheimer Beteiligung "ganz besonders gerne" sehe. Auch das Fan-Herz schlägt offensiv, daran hat sich seit Zeiten der Gladbacher Fohlen-Elf in den 70er Jahren nichts geändert. Die Sehnsucht der Zuschauer nach Spektakel, nach erfolgreichem und gleichzeitig attraktivem Fußball ist größer denn je.

Pressing und vertikale Pässe als Attraktion

Zu der attraktiven Komponente gehören eine offensive Raumdeckung, vertikal ausgerichteter Fußball mit wenigen Ballkontakten und konsequentes Pressing bei Ballbesitz des Gegners. Dies seien auch die Hauptgründen für die derzeitige Torflut, so Wormuth. Im Positiven wie im Negativen.

One-Touch-Fehlpässe

Dass die Torfabriken der Bundesliga gleichzeitig auch viele Gegentreffer kassieren, ergibt durchaus Sinn. Es existierten Studien, so Wormuth, die besagen, dass der moderne One-Touch-Fußball im Vergleich zum "normalen" doppelt so viele Fehlpässe mit sich bringt. Und Ballverluste in der Vorwärtsbewegung ziehen häufig Gegentreffer nach sich. Werder Bremen hat den drittbesten Sturm, aber auch die schlechteste Abwehr der Liga.

Ballacks knallharte Offensivpässe bereiten Probleme

"Ob das System funktioniert, hängt maßgeblich von der Qualität der Spieler ab", sagt Wormuth. Gibt es Lücken im System, ist es langfristig zum Scheitern verurteilt. Vor knapp einem Jahr, als Michael Ballack nach seiner Verletzung in die Nationalmannschaft zurückgekehrt ist, seien dort die Stürmer "mit Ballacks knallharten Offensivpässen überhaupt nicht zurechtgekommen". Der Kapitän habe sich anpassen müssen.

Rangnick: "Die Null muss nicht unbedingt stehen"

Nicht umsonst führt Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick den momentanen Erfolg seiner Mannschaft vor allem auf intensives Training zurück. Dass aber auch die Philosophie des Coaches eine entscheidende Rolle spielt, zeigt ein Zitat Rangnick. Er ist nämlich überzeugt: "Die Null muss nicht unbedingt stehen ..."

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