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WADA kritisiert deutsches Kontrollsystem

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Doping - Bundesliga  

WADA kritisiert deutsches Kontrollsystem

28.02.2009, 19:22 Uhr | dpa

Fan-Proteste gegen vermeintliche Doper. (Foto: imago)Fan-Proteste gegen vermeintliche Doper. (Foto: imago) Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat sich in die Diskussion um die Durchführung von Dopingkontrollen in der Bundesliga eingeschaltet und den Deutschen Fußball-Bund kritisiert. "Dieses Prozedere ist nicht normal", kommentierte WADA-Generalsekretär David Howman in der ARD-Sportschau die Tatsache, dass anders als in vielen anderen Sportarten bei den Dopingkontrollen nach den Spielen keine unabhängigen Kontroll-Begleiter (Chaperons) eingesetzt werden, sondern die Anti-Doping-Beauftragten der Vereine diese Aufgabe übernehmen.

Ratschlag vom Experten

"Ich würde mich gerne einmal mit der Bundesliga darüber unterhalten - und ihnen sagen, dass sie besser mit einer unabhängigen Organisation wie der NADA zusammen arbeiten sollten", sagte Howman, nachdem die beiden Hoffenheimer Profis Andreas Ibertsberger und Christoph Janker beim Meisterschaftsspiel gegen Borussia Mönchengladbach am 7. Februar zehn Minuten zu spät zur Doping-Kontrolle gekommen waren. Der WADA-Generalsekretär empfahl eine Zusammenarbeit mit der in Bonn ansässigen Nationalen Anti-Doping- Agentur (NADA) bei den Wettkampf- und nicht nur wie bislang der Fall bei den Trainingskontrollen.

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Chaperon oder nicht?

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht offenbar keine unbedingte Notwendigkeit für den Einsatz der Chaperons, die die Sportler über die abzugebende Probe informieren, sie bis in den Doping-Kontrollraum begleiten und garantieren sollen, dass keine Manipulationen vorgenommen werden. "Diesen Chaperon, der in anderen Sportarten vielleicht vonnöten ist, den brauchen wir bei den Spielen tatsächlich eigentlich nicht, denn die Distanz von der Spielfeldbegrenzung bis zum Kontrollraum beträgt 30, 40 Meter in aller Regel. Das kann der Dopingkontrollarzt bestens mit überblicken", meinte der Vorsitzende der DFB-Anti-Doping-Kommission und DFB-Vizepräsident Rainer Koch in der Sportschau.

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Zusammenarbeit geplant

Nach Informationen der ARD sollen NADA und der DFB im Januar Gespräche über eine mögliche Übernahme der Wettkampfkontrollen geführt haben. Der DFB soll dies allerdings zu diesem Zeitpunkt abgelehnt haben. "Wenn es noch etwas zu verbessern gibt, dann wird es verbessert", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger ebenfalls in der ARD-Sportschau zu den Wettkampfkontrollen.

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Forderungen der NADA

Die NADA indes stellte klar, dass man Forderungen stellen werde, sollten sich die Aussagen von Hoffenheim-Coach Ralf Rangnick bestätigen. Dieser hatte vor einer Woche gesagt: "Bei uns war es in der Vergangenheit des öfteren so, dass sogar der Dopingbeauftragte gesagt hat, die Spieler können nochmal kurz in die Kabine gehen und sollen sich ein frisches Trikot anziehen." Er habe auch mit einigen Trainer-Kollegen gesprochen: "Es ist auch in anderen Vereinen so, dass es durchaus die Möglichkeit gibt oder sogar aufgefordert wird, nochmal kurz ein Trikot anzuziehen." "Wenn sich natürlich die Äußerungen von Herrn Rangnick bewahrheiten sollten - und wir haben gegenüber dem DFB klar kommuniziert, dass das letztendlich herausgefunden werden muss - dann werden wir natürlich entsprechende Forderungen stellen", sagte NADA-Justiziarin Anja Berninger der ARD-Sportschau.

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