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Hertha BSC Berlin verpasst die Champions League und trauert

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Hertha BSC  

Hertha BSC im Tal der Depressionen

24.05.2009, 11:56 Uhr | dpa

Hertha-Stürmer Andrej Voronin fällt nach dem Schlusspfiff enttäuscht auf die Knie. (Foto: ddp) Aus und vorbei: Hertha BSC hat die so ersehnte Teilnahme an der Champions League leichtfertig verspielt. Am letzten Spieltag setzte es für den Hauptstadtklub eine 0:4-Klatsche beim Karlsruher SC.

"Das ist eine bittere Enttäuschung, das ist klar. Und das war anders geplant", sagte Hertha-Manager Dieter Hoeneß nach dem Spiel.

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Hoeneß: "Müssen kleinere Brötchen backen"

Der 56-Jährige hatte nach der Partie Mühe, seinen Frust in Worte zu fassen: "Ich bin sehr, sehr aufgewühlt. Die Gesamtgefühls-Lage ist einfach enttäuschend. Da steht immer sehr, sehr viel auf dem Spiel in so einer Begegnung: Sportliches, Wirtschaftliches und auch das Ansehen des Vereins." Durch die Niederlage müssen die Berliner ihre Ansprüche herunterschrauben. "Jetzt müssen wir in der neuen Saison kleinere Brötchen backen", sagte Hoeneß. "Wir haben 32 Spieltage hervorragend gespielt und sind leider in den letzten zwei Spielen um den Lohn der Arbeit gebracht worden. Trotzdem steht am Ende ein vierter Platz, den uns am Anfang der Saison - außerhalb des Vereins - ganz, ganz wenige zugetraut haben."

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Auflösungserscheinungen bei der Hertha

Zum Schluss fiel die Mannschaft, die über Monate hinweg die ganze Hauptstadt in ihren Bann gezogen hatte, auseinander. "Wir haben heute vergessen zu verteidigen", sagte Trainer Lucien Favre. Als "Sommerfußball" bezeichnete Liverpool-Leihgabe Andrej Voronin die Spielweise seines Teams. Der Ukrainer saß eine Halbzeit auf der Bank, Nationalspieler Arne Friedrich gar die gesamte Spielzeit. "Ich kann nicht die Spieler wechseln wie Kleenex", sagte Favre dazu.

Pantelic vor Abschied

Zudem legte sich Cicero dermaßen mit seinen Mitspielern an, dass ihn der Coach in der Pause raus nahm. "Er war in Gedanken nur am Gewinnen und hatte schon die Gelbe Karte, da war es besser so", erklärte Favre in seinem etwas holprigen Deutsch die Maßnahme. Wenigstens Stürmer Marko Pantelic engagierte sich in seiner letzten Partie für Hertha und meinte mit bedauerndem Schulterzucken: "Ich muss jetzt sagen tschüs."

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