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Pechstein-Urteil nicht vor Herbst

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Pechstein-Urteil nicht vor Herbst

12.02.2010, 22:53 Uhr | dpa

Pechstein kontert Franke: "übliches Geschwätz" (Foto: ddp) Ein Urteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS im Fall der gesperrten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein wird frühestens im Herbst fallen. "Ein Eilantrag hat kaum eine Chance auf Erfolg, weil die Sache nicht eilbedürftig ist."

"Wenn übermorgen ein Wettkampf wäre, sähe das anders aus", erklärte ein erfahrener CAS-Richter der Deutschen Presseagentur dpa, der namentlich nicht genannt werden wollte. Er fügte hinzu: "Im Herbst auch nur, wenn alle Seiten miteinander kooperieren."

"Schlacht der Sachverständigen"

Sollten Claudia Pechstein und ihre Anwälte an eine Startmöglichkeit der Athletin bei Sommerwettkämpfen in Berlin oder Hamar denken, müsste beim CAS eine sogenannte "vorläufige Maßnahme" beantragt werden, über die relativ schnell - in ein bis zwei Wochen - entschieden werden könnte. Für die Haupt-Verhandlung in Lausanne prophezeite der CAS-Richter "eine Schlacht der Sachverständigen" und sagte: "Es geht um hochtechnische Fragen, ich erwarte eine kontroverse Diskussion." Claudia Pechstein müsse natürlich ihre anormalen Blutwerte erklären, die Gegenseite ihre Darstellung mit Fakten untermauern. Das vom CAS gefällte Urteil wird absolut endgültigen Charakter haben. Ein Einspruch wegen Verfahrensfragen sei dann nur noch durch das Schweizer Bundesgericht - der Kontrollinstanz des CAS auf Schweizer Boden - zulässig. Aber man könne das Urteil keineswegs mehr anfechten, betonte der Jurist.


Pechstein kontert Frankes "übliches Geschwätz"

Derweil hat Pechstein die Bewertung ihres Falls durch den Heidelberger Molekularbiologen Werner Franke scharf kritisiert. Sie verlange von ihm "wissenschaftliche Nachweise", nicht nur "sein übliches Geschwätz", sagte Pechstein in einem Interview mit dem "Berliner Kurier". Franke hatte eine krankhafte Erhöhung der Retikulozyten bei Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Pechstein ausgeschlossen und die Argumentation der Pechstein-Anwälte als "hanebüchenen Unsinn" bezeichnet.

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