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Schwimm-WM: Zweiter Weltrekord für Steffen - Lagenstaffel holt Silber

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Schwimmen  

Zweiter WM-Titel und zweiter Weltrekord für Steffen

10.02.2010, 07:15 Uhr | dpa

Britta Steffen fischte wieder Gold aus dem Wasser in Rom. (Foto: dpa)Britta Steffen fischte wieder Gold aus dem Wasser in Rom. (Foto: dpa) Doppel-Olympiasiegerin war sie schon, jetzt ist sie auch Doppel-Weltmeisterin: Schwimm-Star Britta Steffen hat sich in den Geschichtsbüchern verewigt. Nach ihrem dritten Weltrekord von Rom in 23,73 Sekunden über 50 Meter Freistil schüttelte die Berlinerin fassungslos den Kopf. "Ich bin selber so überrascht von dieser Leistung", sagte Steffen, "ich habe gedacht, oh Mann, wieder so ein blöder Start."

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Hauptpreis im Glücksspiel

Wie vor einem Jahr bei Olympia in Peking ließ Britta Steffen dem Paukenschlag über 100 Meter den Triumph im Sprint folgen. In Vorlauf und Halbfinale ließ es die Berlinerin locker angehen, wiegte die Konkurrenz in Sicherheit. Um dann im Finale gnadenlos zuzuschlagen. "Fünfzig Meter ist so ein Glücksspiel, ich war wirklich überrascht, dass es noch mit Gold geklappt hat. Mein Wunschziel war eine 23,8. Das Schöne ist, dass eine Bahn nicht weh tut, das macht dann Riesenspaß. Ich habe einfach nur Glück gehabt", sprudelte es aus Steffen heraus, die mit vier Medaillen die erfolgreichste WM-Starterin ist.

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Veldhuis ist Weltrekord los

Vor dem Start lächelte Steffen entspannt. Sie hatte nach Gold über 100 Meter und Silber und Bronze mit den Staffeln nichts mehr zu verlieren. Und das machte sie stark. Es passte einfach alles: Steffen selbstsicher, die Konkurrenz verunsichert. Als Weltrekordlerin schwamm Steffen wieder an Land. Therese Alshammar aus Schweden (23,88) blieb Silber, die entthronte Weltrekordlerin Marleen Veldhuis (Niederlande) musste sich in 23,99 Sekunden mit der Australierin Cate Campbell Bronze teilen.

Steffen hat noch lange nicht genug

Und die Konkurrenz muss noch einige Jahre mit Steffen leben. Bis Olympia 2012 will die Studentin weiterschwimmen, "wenn ich mich qualifiziere, warum nicht?" Wie Dara Torres aus den USA mit Anfang 40 noch an Großereignissen teilzunehmen, dass kommt für den Familienmensch Steffen aber nicht infrage: "Wenn ich bis Ende 20 schwimme, dann habe ich alles ausgereizt."

Doppelter Europarekord

Zum Abschluss führte Doppel-Weltmeister Paul Biedermann die deutsche Lagenstaffel als Schlussschwimmer zu Europarekord und Silber. Das Quartett mit Helge Meeuw, Hendrik Feldwehr, Benjamin Starke und Biedermann blieb in 3:28,58 Minuten neun Zehntel unter der eigenen Marke aus dem Vorlauf und musste sich nur den USA geschlagen geben. Dabei stellte Meeuw in 52,27 Sekunden als Startschwimmer über 100 Meter Rücken einen Europarekord auf.

Fünftes Gold für Phelps

Die US-Staffel verbesserte mit Michael Phelps ihren eigenen Weltrekord vom Olympiasieg in Peking um 2,06 Sekunden auf 3:27,28 Minuten. Für Phelps war es das fünfte Gold in Rom. Nur über 200 Meter Freistil war der Rekord-Olympiasieger von Biedermann geschlagen worden. Bronze ging an Australien (3:28,64).

Mit Steffen und Biedermann Richtung Olympia 2012

Neun Medaillen (4 Gold, 4 Silber, 1 Bronze), so gut waren Deutschlands Schwimmer zuletzt 2003 in Barcelona (5-1-2). "Wir sind wieder in der Champions League", sagte Bundestrainer Dirk Lange auch mit Blick auf sechs Weltrekorde seines Teams. "Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht wieder absteigen", forderte er. Die Siegertypen Steffen und Biedermann sollen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft weisen. "Das sind zwei Leitfiguren, die uns nach London tragen müssen", erklärte Lange.

43 Weltrekorde

Allerdings wird sich bis zu den Olympischen Spielen in der britischen Hauptstadt etwas ändern. Die High-Tech-Anzüge müssen wieder Textil-Produkten weichen. Mit den aktuell noch erlaubten gab es eine nie gekannten Rekord-Inflation. 43 Weltbestzeiten stellten die Athleten auf. Rom könnte Rekorde für die Ewigkeit produziert haben.

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