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Leichtathletik-WM: Doping-Skandal in Brasilien

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Doping  

Sechs brasilianische Athleten wegen Dopings gesperrt

17.02.2010, 14:45 Uhr | dpa

Der Trainer dreier positiver Sportler nimmt die Schuld auf sich. (Foto: imago)Der Trainer dreier positiver Sportler nimmt die Schuld auf sich. (Foto: imago) Brasilien hat eine Woche vor Beginn der Leichtathletik-WM in Berlin den größten Doping-Skandal seiner Geschichte zu verkraften. Zwei Trainer wurden suspendiert und insgesamt sechs Sportler vorerst gesperrt. Trainer Jayme Netto übernahm die Verantwortung für das EPO-Doping in drei Fällen. "Ich bin schuld, nicht die Athleten."

Gute Nachrichten kamen dagegen aus Jamaika: Die des Dopings verdächtigte Sprinterin Sheri-Ann Brooks wurde freigesprochen und kann nun in Berlin an den Startblock gehen.

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Zwei Trainer suspendiert

Der brasilianische Leichtathletik-Verband CBAt entband nicht nur Netto, sondern auch den Trainer Inaldo Sena bis zu einem endgültigen Urteilsspruch von ihren Aufgaben. Für Netto selbst, der als einer der wichtigsten Trainer auf seinem Gebiet in Brasilien gilt, ist die Karriere vorbei: "Ich werde aufhören. Es gibt keine Möglichkeit für mich weiterzumachen", sagte der Coach. "Ich war bei fünf Weltmeisterschaften und zehn Olympischen Spielen. Ich bin von mir selbst sehr enttäuscht."

Injektionen für schnellere Erholung

Netto habe den Sportlern die Injektionen verschafft, aber gedacht, dass es sich um erlaubte Substanzen handle. Die Idee stammte nach seinen Worten vom Physiologen Pedro Balikian Junior, der mit den Injektionen die Erholungsphasen der Athleten beschleunigen wollte. "Meine Schuld war es, seinen Worten zu glauben." Der Verdacht basiert auf einer Probe vom 15. Juni. Brasiliens WM-Team ist wegen nun insgesamt sechs Doping-Sperren von 45 auf 39 Teilnehmer geschrumpft.

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Freispruch für Brooks

In Jamaika sprach die Anti-Doping-Kommission JADCO die 26-jährige Sheri-Ann Brooks vom Doping-Verdacht dagegen frei. Die Sprinterin kann damit an den Weltmeisterschaften in Berlin teilnehmen. Die Commonwealth-Siegerin von 2006 ist eine von fünf Athleten des Karibikstaates, die bei den nationalen Titelkämpfen in Kingston positiv auf das verbotene Stimulans Methylxanthin getestet worden waren.

Bereits sechs Brasilianer unter Verdacht

Die sechs im brasilianischen Team betroffenen Sportler sind die Kurzstreckenläufer Bruno Lins Tenorio de Barros und Jorge Celio da Rocha Sena (200 Meter, 4x400-Meter-Staffel), Josiane da Silva Tito (4x400 Meter), Luciana França (400 Meter Hürden) und Lucimara Silvestre (Siebenkampf). Bereits vorige Woche war Lucimar Teodoro (400 Meter Hürden) wegen Doping-Verdachts gesperrt worden.

Sportler sind selber verantwortlich

Die Athleten haben die Öffnung der B-Proben beantragt, sind aber vorerst suspendiert. Für den brasilianischen Vertreter bei der Welt-Anti-Doping-Agentur, Eduardo de Rose, ist es nur schwer vorstellbar, dass ein Sportler EPO nimmt, ohne zu wissen, dass die Substanz verboten ist. In jedem Fall sei aber immer der Sportler selbst verantwortlich für das Doping, auch dann wenn es nicht absichtlich geschehen sei. Die Betroffenen stehen unter extremer Anspannung. "Wir haben drei Tage nicht geschlafen und nichts gegessen", sagte Josiane da Silva Tito dem Nachrichtenportal "globoesporte.com."

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