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Tim Wiese will auf Länderspieleinsätze verzichten

WM 2010 - Nationalmannschaft  

Tim Wiese befürchtet Spießrutenlauf

17.08.2009, 13:15 Uhr | sid, dpa

Tim Wiese hat Angst vor Pfiffen der Fans. (Foto: imago)Tim Wiese hat Angst vor Pfiffen der Fans. (Foto: imago) Torhüter Tim Wiese will freiwillig auf einen Einsatz bei den Länderspiele gegen Südafrika in Leverkusen und gegen Aserbaidschan in Hannover verzichten. "Die nächsten Länderspiele sind in Leverkusen und Hannover. Wenn ich da spiele, werde ich 90 Minuten ausgepfiffen. Das will ich mir nicht antun, darüber werde ich mit Jogi Löw sprechen", sagte der Schlussmann von Werder Bremen der "Bild"-Zeitung.

Er begründete seinen angedachten Verzicht damit, dass er Rücksicht auf das eigene Team nehmen wolle: "Weil es nicht gut ist, wenn man als Deutscher von deutschen Fans ausgepfiffen wird. Darunter leidet auch die Mannschaft."

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Wiese hat Angst vor den Fans

Wiese befürchtet, dass er wie einst Ex-Nationalkeeper Jens Lehmann im Jahr 2005 in der Münchner Arena wegen des Torwart-Streits mit Oliver Kahn einen Spießrutenlauf erleben muss. Lehmann war von den Münchner Fans gnadenlos ausgepfiffen worden und hatte deshalb kurzzeitig an einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft gedacht. Wiese macht sich nun Sorgen, in Leverkusen wegen Rene Adler und in Hannover wegen Robert Enke, ebenfalls Probleme mit den Fans zu bekommen.

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Für Löw geht es nur um die Leistung

Doch Löw will die Ängste von Wiese nicht zu hoch bewerten und seinen Stammkeeper für das Länderspiel gegen WM-Gastgeber Südafrika und das WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan alleine nach Leistungskriterien auswählen. "Auf solche Dinge werden wir wenig Rücksicht nehmen. Es geht nicht danach, wo jemand spielt, sondern darum, welche Leistung er bringt", sagte der 49-Jährige dem "kicker".

Kein Umdenken im Torhüter-Casting

Beim Wettstreit um die Nummer eins im deutschen Tor bleibt Timo Hildebrand weiter nur Zuschauer. Bundestrainer Joachim Löw hat die Hoffnungen des Torhüters auf eine neue Chance in der deutschen Nationalmannschaft erheblich gedämpft. Ein Comeback des siebenmaligen Nationalspielers von 1899 Hoffenheim schloss Löw zwar nicht kategorisch aus, aber im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2010 plane er fix mit dem Quartett Robert Enke, Tim Wiese, Rene Adler und Manuel Neuer. "Wenn es keine Verletzungen oder anhaltende Formtiefs gibt, werden diese vier Torhüter von uns ganz klar favorisiert", sagte Löw im "kicker".

Hildebrand erhebt Ansprüche

Der Hoffenheimer Schlussmann hatte nach seiner Top-Leistung beim 0:1 in Leverkusen lautstark für sich geworben. "Ich bin bereit. Ich kann nur so halten wie heute. Und wenn man so hält, ist man normalerweise Nationalspieler", sagte der 30-Jährige, der nach der WM 2006 lange Zeit die Nummer zwei hinter Jens Lehmann gewesen war. Löw hatte dann den Leverkusener Adler neben Lehmann und Enke mit zur EM 2008 genommen, was zu einem tiefen Riss im Verhältnis zwischen Hildebrand und dem Bundestrainer führte.

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