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Doping: Andre Agassi wirbt um Mitgefühl für Tennis-Stars

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Agassi wirbt um Verständnis, Mitgefühl - und Hilfe

12.02.2010, 23:03 Uhr | dpa, sid

Ex-Tennisstar Andre Agassi wirkt angefasst. (Foto: dpa)Ex-Tennisstar Andre Agassi wirkt angefasst. (Foto: dpa) Andre Agassi hat mit bewegenden Worten seine Doping-Beichte erklärt und um Verständnis geworben. Der einstige Weltklasse-Tennisspieler, der in seiner Autobiografie die Einnahme der stimulierenden Droge Crystal Meth im Jahr 1997 zugegeben hatte, sagte in der Aufzeichnung eines CBS-Interviews: "Ich hatte ein Problem, und es gibt sicherlich viele andere Athleten, die positiv getestet wurden und auch ein Problem haben. Ich wollte auch für sie um Mitgefühl werben."

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Deutliche Kritik aus den eigenen Reihen

Das Drogen-Geständnis des Ehemannes von Steffi Graf hatte in der Tennis-Szene für Unverständnis und zornige Kommentare gesorgt. Nach Roger Federer, Rafael Nadal und Boris Becker zeigte sich nun auch Martina Navratilova geschockt. Vor allem kritisierte sie, dass sich Agassi damals durch eine gezielte Lüge der Bestrafung durch die ATP entzogen hatte.

Die Zeit war reif

"Das ist etwas, was man natürlich nicht hören möchte", sagte der 39-jährige Agassi. Er sei sich sehr wohl bewusst, dass er durch das Geständnis weit mehr zu verlieren als zu gewinnen habe. Aber er denke mehr daran, dass es ihm helfe werde, endlich über seine Fehler geredet zu haben. "Es war zu einer Zeit in meinem Leben, als ich Hilfe gebraucht hätte", sagte Agassi.

Not-Lüge

In der vergangenen Woche war durch Vorabauszüge von Agassis Biografie "Open" der Drogenmissbrauch des früheren Weltranglistenersten bekannt geworden. Agassi berichtet in seinen Memoiren, 1997 nach dem Konsum der Droge Crystal Meth und einem positiven Dopingtest einer Sperre durch die Spielervereinigung ATP nur mittels einer Lüge entgangen zu sein.

Anderen muss geholfen werden

Agassi machte in dem CBS-Interview seine grundsätzliche Absicht bei seiner Drogenbeichte klar: "Mir war bewusst, dass ich durch die Veröffentlichung mehr verlieren als gewinnen könnte. Aber ich bin in Ordnung, mich beschäftigt vielmehr, ob jemand anderem vielleicht dadurch geholfen werden kann."

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