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Bundesliga: Nachsicht für Brasilianer bei Wolfsburg, Bayer und Schalke

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Bundesliga  

Zuckerhut statt Peitsche - Nachsicht für Brasilianer

18.11.2009, 15:25 Uhr | dpa

Grafite (VfL Wolfsburg), Rafinha (FC Schalke 04) und Renato Augusto (Bayer Leverkusen). (Foto: imago)Grafite (VfL Wolfsburg), Rafinha (FC Schalke 04) und Renato Augusto (Bayer Leverkusen). (Foto: imago) Therapie Heimaturlaub: Beim Versuch, hadernde brasilianische Ballzauberer wieder auf Trab zu bringen, gewähren immer mehr Bundesligisten ihren gut bezahlten Angestellten Sonderrechte. Allein im ersten Saisondrittel traten in Grafite (VfL Wolfsburg), Rafinha (FC Schalke 04) und Renato Augusto (Bayer Leverkusen) gleich drei Südamerikaner einen von ihren Arbeitgebern abgesegneten Kurztrip an. Mit verblüffendem Erfolg: Kaum waren Rafinha und Grafite zurück, ging ihre Formkurve nach oben.

So beendete der Wolfsburger Angreifer mit seinem Treffer am vorigen Spieltag bei 1899 Hoffenheim eine fast zweimonatige Torflaute. "Ich habe viel Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht. Das war sehr wichtig für mich", kommentierte der vom Heimweh kurierte Bundesliga-Torschützenkönig.

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Auch Magath gibt Sonderurlaub

Zuckerhut statt Peitsche - auf die kleine Flucht der Brasilianer in die Heimat reagieren manche Trainer nicht mehr mit hohen Geldstrafen, sondern mit Verständnis. Selbst Disziplinfanatiker Felix Magath gewährte Rafinha eine Verschnaufpause unter südamerikanischer Sonne. Mit dieser Maßnahme nahm er den Rechtsverteidiger aus der Schusslinie. Dessen Formschwäche und Flirt mit dem FC Bayern hatten ihm beim Heimspiel gegen den SC Freiburg Pfiffe der eigenen Fans eingebracht.

Statt Pfiffe - Applaus für Rafinha

Auf Rafinhas Entscheidung, seinen Heimaturlaub eigenmächtig um eine zweite Woche zu verlängern, reagierte Magath erstaunlich nachsichtig. Nur zwei Tage nach seiner Rückkehr stand der Profi wieder in der Startelf. "Ich konnte davon ausgehen, dass er in einem guten Zustand ist", sagte Magath. Die Reaktion der Fans überraschte: Statt Unmutsbekundungen der Anhänger gab es während der Partie gegen Wolfsburg aufmunternden Applaus für Rafinha.

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Grafite völlig von der Rolle

Ähnliche Überlegungen wie Magath verleiteten auch Armin Veh zu einer pragmatischen Sicht der Dinge. Schließlich waren alle früheren Versuche des VfL-Trainers fehlgeschlagen, den schwächelnden und meuternden Angreifer Grafite zurück zur Form vergangener Tage zu führen. "Ich habe eine Geschichte in diesem Klub und ein bisschen mehr Respekt verdient", hatte Grafite nach seiner Auswechslung im Spiel beim VfL Bochum geklagt. Der Frust entlud sich wenig später noch auf andere Weise: Im Champions-League-Duell mit Besiktas Istanbul ohrfeigte er Gegenspieler Ibrahim Kas und sah Rot.

Torschützenkönig entschuldigt sich

Deshalb schien Ablenkung geboten. Und sie wirkte wie Medizin. Grafite kehrte aus Brasilien geläutert und mit neuer Motivation zurück. "Ich habe nach dem Bochum-Spiel den Fehler gemacht, in der Öffentlichkeit Dinge zu kritisieren anstatt das intern zu machen", sagte der 30-Jährige. "Dafür habe ich mich bei Armin Veh entschuldigt."

Kommt auch Augusto gestärkt zurück?

Nicht zur psychischen, sondern zur physischen Wiederherstellung weilt Leverkusens Ballkünstler Renato Augusto derzeit in Brasilien. Nach unbefriedigenden Therapieversuchen in Deutschland bei namhaften Medizinern erteilte die Klubführung Grünes Licht für die Ausreise. Jose Luiz Runco, Arzt der brasilianischen Nationalmannschaft, beseitigte in einer Operation Kalkablagerungen zwischen Schien- und Wadenbein, die sich infolge eines Ödems gebildet hatten. "Es ist verständlich, wenn jemand einen Arzt seines Vertrauen aufsuchen will, der auch seine Sprache spricht", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.


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