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Die Krummbuckel-Haltung ist typisch

Eisschnelllaufen  

Die Krummbuckel-Haltung ist typisch

27.01.2010, 17:33 Uhr | t-online.de

Erkennungsmerkmal: Der Krummbuckel der Eisschnellläufer. (Foto: imago)Erkennungsmerkmal: Der Krummbuckel der Eisschnellläufer. (Foto: imago) Eisschnelllauf ist eine sportliche Laufdisziplin, die auf dem Eis und auf Schlittschuhen ausgetragen wird. Dabei wird im Prinzip wie bei Laufwettbewerben der Leichtathletik der schnellste Läufer auf einer Standardstrecke ermittelt. Einen ersten bekannten Eislauf-Wettkampf gab es 1763 im englischen Cambridgeshire. Die Laufstrecke hatte rund 24 Kilometer betragen haben, die Laufzeit des Gewinners 46 Minuten. Olympisch ist Eisschnelllauf seit 1924.

 

Wegen der ausgreifenden Körperbewegungen starten auf den 400 Meter langen Eis-Ovalen (Kurvenradius 25 Meter auf der Innenbahn) nur zwei Läufer.

Bahnwechsel nach jeder Runde

Diese bekommen für den Start eine ausgeloste Bahn zugewiesen und wechseln in jeder Runde auf der Wechselgeraden überkreuz die Bahn. Damit wird die unterschiedliche Länge der Innen- und Außenbahn nach jeder Runde ausgeglichen. Bei Olympischen Spielen stehen 500, 1000, 1500, 3000 (nur Frauen), 5000 und 10.000 Meter (nur Männer) als Einzeldisziplinen sowie die Mannschaftsverfolgung im Programm.

Bis zu 60 km/h schnell

Um sich mit den Beinen genügend weit abstoßen zu können, müssen Eisschnellläufer tief in die Hocke gehen. Gleichzeitig erfordert dies zum Gleichgewichtsausgleich das Vorbeugen des Oberkörpers. Daraus ergibt sich die typische Krummbuckel-Laufhaltung dieser Sportart. Im Gegensatz zum rückseitigen Abstoßen beim Kunstlauf und Eishockey stößt sich der Eisschnellläufer mit den Beinen abwechselnd zu jeder Seite ab, wobei die Kufe in ganzer Länge mit der Eisfläche in Kontakt bleibt. Im Sprint sind bis zu 60 km/h möglich, ansonsten im Schnitt 50 km/h.  

Die Schlittschuhe

Schlittschuhe ohne Klappmechanismus haben bis unterhalb des Fußgelenkknöchels reichende Schnürschuhe aus Ziegenleder, in neuerer Zeit auch aus Kunststoff. Die langen Stahlkufen  sind bis 45 Zentimeter lang und haben eine Dicke von etwa 0,9 bis 1,2 Millimetern. Die Lauffläche hat einen Planschliff mit einer schwachen Kurvung in Längsrichtung, die es ermöglicht, durch die Kurven zu laufen. Nach einigen Läufen muss die Kufe nachgeschliffen werden. Der neueste Entwicklungsstand ist der Klappschlittschuh, bei dem die Kufe beim Anheben der Ferse bei gestrecktem Stoßbein hinten abklappt und erst beim endgültigen Abheben wieder zurückgezogen wird. Damit kann die Kufe über einen längeren Weg und mit abgehobener Ferse zum Abstoßen auf dem Eis belassen werden. Vor allem auf Langstrecken wird davon profitiert. Klappschlittschuhe inklusive Kufen können ab 500 Euro und neueste Hightech-Entwicklungen mit individueller Anpassung bis über 2000 Euro kosten.

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