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KSC-Fan nach Körperverletzung verurteilt

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KSC-Fan nach Körperverletzung verurteilt

| dpa, dpa

KSC-Fan nach Körperverletzung verurteilt.

KSC-Fans schwenken Fahnen. (Foto: imago)


Nach einer Stadionrandale ist ein 23 Jahre alter Fan des Zweitligisten Karlsruher SC wegen gefährlicher Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der nicht vorbestrafte junge Mann hatte nach der Pokalpleite der Badener gegen den SV Wehen Wiesbaden Ende Januar 2009 einen Absperrkegel auf einen Ordner an einem Sicherheitstor geworfen.

Der 30-Jährige erlitt eine Platzwunde am Kopf, außerdem büßte er einen großen Teil seiner Sehkraft ein und verlor deshalb auch seinen Job als Paketfahrer. Der Richter übte deutliche Kritik an den KSC-Verantwortlichen, bestätigte ein Gerichtssprecher.

KSC will Sicherheit verbessern

Der Ordner sei alleine auf seinem Posten gelassen worden, obwohl sich abgezeichnet habe, dass sich die Sicherheitslage verschärfe. Auch nach der Tat sei er nicht vom Verein oder von der Fan-Szene des KSC unterstützt worden. "Wir sind in vielen Bereichen dabei, die Strukturen zu verbessern, und dazu gehört auch die Sicherheit, damit solche Dinge hoffentlich der Vergangenheit angehören", versprach KSC-Präsident Paul Metzger. Er verwies darauf, dass von Vereinsseite geprüft werde, "ob nicht doch ein Versicherungsschutz für den geschädigten ehrenamtlichen Ordner besteht".

Angeklagter legt Berufung ein

Das Urteil ist laut Amtsgericht noch nicht rechtskräftig, da der angeklagte 23-Jährige Berufung eingelegt hat. Im selben Verfahren wurden drei weitere KSC-Fans wegen Hausfriedensbruchs zu Geldstrafen zwischen 1.500 und 2.000 Euro verurteilt, ein Fan wurde freigesprochen.

Anhänger belagern Geschäftsstelle

Bei der Randale nach der KSC-Niederlage hatten etwa 30 Karlsruher Anhänger versucht, in die Geschäftsstelle des Vereins im Wildparkstadion einzudringen. Dabei war der Ordner von mehreren Anhängern überrannt und am Kopf verletzt worden. Kurz danach hatten sich zudem bis zu 150 KSC-Anhänger vor dem Eingangstor zur Geschäftsstelle des Clubs versammelt, um ihren Unmut über die Mannschaft auszudrücken.

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