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EM 2012: Michel Platini erhöht Druck auf Gastgeber Ukraine

EM 2012  

Ukraine hinkt dem Zeitplan hinterher

29.03.2010, 16:06 Uhr | dpa, dpa

Mehr als zwei Jahre vor der Europameisterschaft 2012 erhöht UEFA-Präsident Michel Platini den Druck auf Co-Gastgeber Ukraine. Dabei geht es um den Bau der Stadien in Lemberg und Kiew. Er werde in zehn Tagen den neuen Präsidenten Viktor Janukowitsch treffen, um weitere Garantien zu bekommen, sagte der Franzose bei einer Veranstaltung der Europäischen Kommission.

"Ich mache mir Sorgen, aber wir vertrauen einem Land und einer Politik", sagte Platini. Die Osteuropäer hängen an beiden Spielorten dem Zeitplan hinterher. In Lemberg habe sich bislang überhaupt noch nichts getan, klagte Platini. "Da ist man keinen Millimeter weiter bei den Bauten."

Deutschland ist kein "Plan B"

Es gebe jedoch bei der UEFA keinen Plan B, die Spiele stattdessen in Deutschland auszutragen, betonte der Europameister von 1984. Es sei weiter möglich, dass die EM wie geplant in vier Arenen im zweiten Gastgeberland Polen stattfinden werde. Die Spielorte in der Ukraine könnten jedoch auf zwei halbiert werden.

Deutliche Worte vom Präsidenten

Voraussetzung dafür sei, dass das Stadion in Kiew rechtzeitig fertig werde. "Ohne Kiew, keine Ukraine. Ohne Hauptstadt, kein Land", sagte Platini und bekräftigte damit einen Beschluss des UEFA-Exekutivkomitees. Die Europameisterschaft soll vom 9. Juni bis zum 1. Juli 2012 zum dritten Mal in zwei Ländern stattfinden.

Fan-Aktionen sind willkommen

Platini begrüßte zudem Überlegungen der britischen Labour-Regierung zur Stärkung von Fanrechten, von denen die britische Tageszeitung "Guardian" unlängst berichtet hatte. Demnach sollen Fans ein Vorkaufsrecht bekommen, wenn ihr Klub zum Verkauf steht. "Persönlich finde ich es einen sehr guten Gedanken, dass die Fans in einen Verein investieren", sagte Platini. Zuletzt hatte eine Gruppe finanzstarker Anhänger angekündigt, Manchester United vom US-amerikanischen Investor Malcolm Glazer übernehmen zu wollen. Beim FC Liverpool riefen Fans zum Boykott der Royal Bank of Scotland auf, sollte diese die Klubeigentümer mit Geld versorgen.


"Die Fans vertreten ihren Verein"

"Es geht um die Identität eines Vereins", sagte Platini. Es gebe Klubs, in denen weder Präsident und Trainer noch Spieler aus dem eigenen Land kämen. "Die Einzigen, die dann noch eine Identität haben, sind die Fans. Sie vertreten immer ihren Verein. Sie sind immer da und schauen sich Sonntag für Sonntag die Spiele an."

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