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WM 1994: Effenbergs "Stinkefinger" sorgt für eine vierjährige Unterbrechung seiner DFB-Karriere

WM 2010 - Die lustigsten deutschen WM-Quartiere  

WM 1994: Chicago

29.05.2010, 20:04 Uhr | t-online.de, t-online.de

WM 1994: Effenbergs "Stinkefinger" sorgt für eine vierjährige Unterbrechung seiner DFB-Karriere. Die Zunge rauszustrecken, ginge ja noch. Doch Stefan Effenberg entlädt seinen Frust über die deutschen Fans zum Vorrundenabschluss gegen Südkorea in einer berühmt gewordenen Geste, die Fußball-Deutschland bis dahin so nur von Uli Stein kennt. Der von den Fans provozierte Effe fliegt heim - nach einem Privaturlaub in den USA. Böse ist er nicht drum. (Foto: imago)

Die Zunge rauszustrecken, ginge ja noch. Doch Stefan Effenberg entlädt seinen Frust über die deutschen Fans zum Vorrundenabschluss gegen Südkorea in einer berühmt gewordenen Geste, die Fußball-Deutschland bis dahin so nur von Uli Stein kennt. Der von den Fans provozierte Effe fliegt heim - nach einem Privaturlaub in den USA. Böse ist er nicht drum. (Foto: imago)

Seher Berti Vogts: Vor der ersten WM-Endrunde in den USA legt der Bundestrainer für den Fall der Fälle zwei Blanko-Heimflugtickets zur Seite. Der Weltmeister von 1974 aber geht "davon aus, dass ich sie nicht ausgeben muss". Irrtum. Stefan Effenberg gibt bei seiner Auswechslung im abschließenden Gruppenspiel gegen Südkorea in der 75. Minute unmissverständlich seine Bewerbung um eine der Bordkarten ab - per "Stinkefinger".

Diese unmittelbare Reaktion des damaligen Florentiners auf die ihn beschimpfenden Fans geht in die deutsche WM-Geschichte ein. Er sei "provoziert" worden: "Das muss man schon verstehen." Vogts und dem DFB aber fehlt jedes Verständnis für Effenberg: "Solange ich Bundestrainer bin, spielt er nie wieder", vermeldet der Coach.

Effenberg macht erstmal Urlaub

Und er hält Wort. Effe kommt erst zurück (wenn auch nur für zwei Partien), als Vogts nach der WM 1994 auch noch die WM 1998 vor die Wand gefahren hat und gehen muss. Das Schwarze Schaf Effenberg zieht im aufregenden Fußball-Sommer 1994 mit Ehefrau Martina zunächst ins Hotel "Residence" neben dem deutschen Quartier um. Plötzlich hat das selbstbewusste Paar mit der Seelenverwandtschaft zu den Illgners (Bodo und Bianca) Zeit, sich die USA anzuschauen. Frau Effenberg bedankt sich dafür mit einem Lächeln bei Vogts ("Danke, Berti!"). Ihr Mann verkauft seine Enthüllungsstory für 70.000 Mark und hat so den unvorhergesehenen Urlaub locker wieder drin.

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