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Kommentar: So macht die WM keinen Spaß

Ein Fußballfest sieht anders aus

17.06.2010, 08:51 Uhr | t-online.de, t-online.de

Kommentar: So macht die WM keinen Spaß. Nein, diese WM ist noch kein Fußballfest. (Montage: t-online.de)

Nein, diese WM ist noch kein Fußballfest. (Montage: t-online.de)

Ein Kommentar von Jörg Runde
Nein, ein Fußballfest ist das wahrlich nicht. Irgendwie nervt diese WM bisher nur. Unangenehme Tröten, überwiegend Gruselspiele, wenig Tore, und TV-Reporter, die man wegen der Vuvuzelas nicht richtig hört. Was aber auch gar nicht schlimm ist, schließlich haben sie eh nichts Spannendes zu erzählen. Passiert ja fast nix. Außer taktischem Geplänkel und Ballgeschiebe. An diese Tröten könnte man sich ja noch gewöhnen. Aber Fußball ohne erfrischende Kombinationen? Fußball ohne Tempo? Bisher kann man die Stunden auf dem WM-Sofa im Lebenszeugnis getrost in der Rubrik Zeitverschwendung eintragen.

0:0, 1:0, 1:1, 2:0 sind die Standardresultate bei diesem Turnier. Ergebnisse, über die man sich im defensiv denkenden Italien nicht mehr ärgert. Und in Rehhagels Griechenland sogar freut. Normal für eine erste Turnierwoche sind sie nicht. Und ein Vergnügen für den Fan schon gar nicht. Nie zuvor gab es zum Auftakt eines Fußball-Großereignisses so wenige Höhepunkte. Nie war ein WM-Start so niveauarm und unspektakulär.

Ein Blick auf die ersten Spiele vier Jahre zuvor zaubert einem sofort ein Lächeln auf die Lippen. Man erinnert sich an Argentiniens rassiges Duell mit der Elfenbeinküste. Endstand 2:1. Oder Spaniens 4:0 gegen die Ukraine, Mexikos 3:1 gegen den Iran, Italiens 2:0 gegen Ghana, sogar Australiens 3:1 gegen Japan hatte ein höheres Niveau als jede der bisherigen Partien 2010. Zum Vergleich: 2006 fielen in den Auftaktspielen der Gruppen 39 Treffer, diesmal waren es lediglich 25.

Ausnahme Deutschland

Und dann war da ja vor vier Jahren auch noch das berauschte DFB-Team. Das hatte mit einem spaßigen 4:2 gegen Costa Rica das berühmte Sommermärchen eingeleitet. Und in Südafrika geht es gerade so weiter. 4:0 gegen Australien. Jogis Jungs sind bisher die rühmliche Ausnahme. Sie haben wirklich Spaß gemacht. Ansonsten sind wirklich nur die begeisterten und fröhlichen südafrikanischen Fans hervorzuheben. Argentinien, Holland und die Schweiz haben immerhin nicht enttäuscht. Doch auch sie spielten nicht frei auf.

Lahm, Schweinsteiger und Co. haben es wirklich allen gezeigt, dass man auch ohne Angst und Verkrampfung in das so wichtige erste WM-Spiel gehen kann. Bleibt zu hoffen, dass sich die anderen Teams Deutschland als Vorbild nehmen. Dann klappt das auch noch mit dem Fußballfest.

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