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Nationalmannschaft: Hat sich alles gegen Deutschland verschworen?

WM 2010 - Nationalmannschaft  

Hat sich alles gegen Deutschland verschworen?

22.06.2010, 12:57 Uhr | t-online.de, t-online.de

Nationalmannschaft: Hat sich alles gegen Deutschland verschworen?. Schiedsrichter Simon bei der WM 2006 im Wortgefecht mit Borowski. (Foto: imago)

Schiedsrichter Simon bei der WM 2006 im Wortgefecht mit Borowski. (Foto: imago)

Für Verschwörungstheoretiker ist die Sache bereits klar: Deutschland hat gegen Ghana (Mittwoch, live ab 20:15 Uhr im t-online.de Live-Ticker) keine Chance und wird erstmals in der langen Geschichte des DFB bei einer WM nach der Gruppenphase die Heimreise antreten müssen. Aber auch dem bodenständigen Realo wird Angst und Bange, wenn er aktuelle Fakten zum Entscheidungsspiel gegen die Black Stars und ein paar historische Ereignisse in Verbindung bringt. Steht bereits längst fest, dass Ghana eine Runde weiterkommt? Ziehen hinter den Kulissen irgendwelche dunklen Mächte bereits seit Tagen die Fäden, um den Super-Gau einer WM-Fortsetzung ohne afrikanisches Team zu verhindern? Vieles spricht dafür.

Noch nie hat sich ein ganzer Kontinent so sehr auf eine WM gefreut wie Afrika. Erstmals in der 106-jährigen Geschichte der FIFA findet das Turnier in Afrika statt. Der Chef des Weltverbandes Joseph Blatter befand sich bereits seit Jahren auf einem ganz persönlichen Kreuzzug, um die WM nach Afrika zu bringen. Das wollte er schon 2006 und musste gute Miene zum bösen Spiel machen, als Deutschland sich haarscharf gegen Südafrika durchsetzte. Blatter und die FIFA sind natürlich von Natur aus interessiert, dass die WM ein voller Erfolg wird. Dagegen ist nichts zu sagen: Das wünscht sich eigentlich jeder Fußball-Fan.

Alle Hoffnungen ruhen auf Ghana

Doch der Weltverband weiß aus Erfahrung, dass ein Verbleib des Gastgeberlandes „Kernvoraussetzung für Stimmung und gute Organisation im WM-Land“ („Süddeutsche Zeitung“) ist. Jetzt trat völlig unerwartet der Fall ein, dass bereits nach zwei Gruppenspielen alle Nationalteams vom afrikanischen Kontinent so gut wie keine Chance auf den Achtelfinal-Einzug mehr haben. Bis auf Ghana eben. Und das ist schlecht für Deutschland.

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Denn in Afrika konnte man von Beginn an das Phänomen beobachten, dass sich die Fans aller afrikanischen Teams gegenseitig unterstützen. (Siehe: Deutsche Elf gegen ganz Schwarzafrika). Die WM-Organisatoren dürften also massives Interesse an einem Weiterkommen Ghanas haben. Nur so kann verhindert werden, dass Streiks um mehr Lohn und Gewalt auf den Straßen wieder ein zentrales Thema werden.

Man erinnere sich nur an die WM 2002 in Asien. Nach Japans Scheitern im Achtelfinale wurde Co-Gastgeber Südkorea bis ins Halbfinale durchgelotst. Die Schiedsrichterleistungen in den Spielen zuvor gegen Italien (2:1 n.V.) und Spanien (5:3 n.V., n.E.) waren – gelinde gesagt – katastrophal und mittlerweile legendär. Hier von Pech oder Zufall zu sprechen wäre fast schon naiv. Aber Beweise gibt es natürlich nicht. Folglich: Dumm gelaufen für Spanien und Italien.

Schiedsrichter verhalten sich merkwürdig

Der Schiedsrichter, der die Squadra Azzurra aus dem Turnier pfiff, wurde übrigens wenige Wochen nach der WM 2002 beschuldigt in seiner Heimat Equador im Spiel zwischen Liga Ecuadors und Liga de Quito absichtlich falsche Elfmeterentscheidungen getroffen zu haben und solange nachspielen zu lassen (sechs Minuten waren angezeigt, zwölf Minuten ließ er nachspielen), bis Liga de Quito letztlich das Spiel von 2:3 auf 4:3 wendete. 

Mit Carlos Simon erwartet Deutschland im Spiel gegen Ghana ein ähnliches Kaliber. Der Brasilianer wurde 2009 in seiner Heimat für sechs Wochen wegen Manipulationsverdacht gesperrt. „Carlos Simon bevorteilt ganz offensichtlich einzelne Mannschaften, er ist ein unverschämter Betrüger“, zitiert die „Bild“ Präsident Beluzzo von Traditionsklub Palmeiras. Er wird ab und zu nervös“, sagte Bayerns Brasilianer Breno. Dass ein Referee von solch fragwürdiger Qualität bereits seine dritte Weltmeisterschaft pfeifen darf, sollte Fragen aufwerfen. Simon dürfte also jede Menge Erfahrung haben, wie man ein Spiel leitet, damit das richtige Team gewinnt.

Auch die Trainer sind gegen Deutschland

Legitim, aber bitter für Deutschland ist zudem die Tatsache, dass die Trainer Ghanas und Serbiens gute Kumpels sind. Beide sind Serben. Ihre Heimatorte liegen nur 25 Kilometer voneinander entfernt. „Wir sind Freunde“, sagen sie unisono. Daher ist es klar, dass Serbiens Nationalcoach Radomir Antic seinem Pendant auf Ghanas Seite Milovan Rajevac sämtliche Informationen zu Deutschland zur Verfügung stellt. Dieser bedankt sich artig. „Mein Wunsch ist es, dass Serbien und Ghana weiter kommen“, sagte Rajevac.

Auch Joachim Löw weiß die Zuspitzung all dieser Dinge im Achtelfinale. "Ghana ist Südafrikas letzte Hoffnung in diesem Turnier. Sie wollen mit aller Macht diese Chance nutzen", sagte der Bundestrainer. Der 50-Jährige verriet auch, wie er den Gegner knacken will. Mit Cacau als Spitze und bestimmten taktischen Anweisungen. Doch ob all das wirklich eine Rolle spielt? Beweise gibt es keine. Zweifel aber bleiben. Die Antwort gibt es wie immer im Fußball auf dem Platz.

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