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Schumacher und Ecclestone für Freigabe der Stallorder

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Rund um den Rennzirkus  

Bernie Ecclestone: "Die Regel ist unkontrollierbar"

06.08.2010, 11:21 Uhr | motorsport-total.com, Motorsport-Total.com

Schumacher und Ecclestone für Freigabe der Stallorder. Stein des Anstoßes: die Ferrari-Stallorder beim GP von Deutschland (Foto: imago)

Stein des Anstoßes: die Ferrari-Stallorder beim GP von Deutschland (Foto: imago) (Quelle: imago)

Stallorder, Teamregie, Teamstrategie, Nummer eins, Nummer zwei - wenn das Duell zweier Teamkollegen vom Kommandostand aus gelenkt wird, stellen sich Formel-1-Puristen die Nackenhaare auf. In dieser Saison war das wunderbar beim Großen Preis von Deutschland zu beobachten, als Ferrari auf äußerst plumpe Art und Weise Fernando Alonso an Felipe Massa vorbeischummelte.

Auch wenn Stallorder in der Formel 1 seit dem legendären Platztausch zwischen Rubens Barrichello und Michael Schumacher in Spielberg 2002 offiziell verboten ist, ist eines klar: Sie kann kaum kontrolliert werden. Aus diesem Grund sind Schumacher und Bernie Ecclestone auch der Meinung, man soll die Stallorder doch gleich wieder freigeben.

Schumacher: Red-Bull-Crash auch Teamorder

"Man sollte sich darauf beschränken, das zu kontrollieren, was man beweisen kann", sagte der Deutsche gegenüber "Auto Bild Motorsport". In Bezug auf den teaminternen Unfall zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber in der Türkei sagte Schumacher: "Was da passiert ist, kann man in gewissem Sinne doch auch als Teamorder bezeichnen."

Tatsächlich erhielt Webbers Renningenieur Ciaron Pilbeam von Teamchef Christian Horner kurz vor der verheerenden Kollision den Auftrag, seinen Piloten zu informieren, dass Sebastian Vettel schneller sei und von den McLaren-Piloten großen Druck bekomme. Soll heißen: Leiste nicht zu viel Gegenwehr, wenn er überholt. Bloß boykottierte Pilbeam die Order und wies Webber an, den Überholknopf zu drücken und dagegen zu halten. Dieses Missverständnis trug seinen Teil dazu bei, dass es schließlich zum Crash kam.

Ecclestone: "Die Regel ist unkontrollierbar"

"Was ist, wenn der Teamchef eine halbe Stunde vor dem Rennen seiner Nummer zwei sagt, die soll später Platz machen?", fragte sich Ecclestone und verwies darauf, dass die Regel unkontrollierbar ist. "Die Regel lässt so viel Raum für Interpretationen, dass sie abgeschafft gehört." Doch nicht alle sehen das so wie Schumacher und Ecclestone.

"Ich wäre uninteressiert, in der Formel 1 zu fahren, wenn es vom ersten Rennen an die Möglichkeit gibt, dass es eine Nummer eins und eine Nummer zwei gibt. Was macht das für einen Sinn?", erklärte Jenson Button.

Keine Absprachen zwischen zwei Teams

Während der britische Champion für eine Beibehaltung des Verbots ist, sprach sich Ecclestone dafür aus, die Grenze deutlich weiter oben anzusiedeln: "Die einzige Stallorder, die es nicht geben darf, ist die, dass ein Team mit einem anderen zusammenarbeitet. Formel 1 ist ein Teamsport. Es geht hier nicht um Peanuts, sondern um Weltmeisterschaften."

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