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Doping: Jamaikanerin Wilkins zwei Jahre gesperrt

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Doping  

Jamaikanische 400-m-Läuferin überführt und gesperrt

10.09.2010, 09:23 Uhr | dpa, sid, sid, dpa

Doping: Jamaikanerin Wilkins zwei Jahre gesperrt. Des Dopings überführt: Jamaikas Sprinterin Bobby-Gaye Wilkins. (Foto: Reuters)

Des Dopings überführt: Jamaikas Sprinterin Bobby-Gaye Wilkins. (Foto: Reuters)

Die jamaikanische 400-Meter-Läuferin Bobby-Gaye Wilkins ist für zwei Jahre wegen Dopings gesperrt worden. Nach Angaben des jamaikanischen Leichtathletik-Verbandes (JAAA) darf sie erst im April 2012 wieder Wettkämpfe bestreiten. Die 21-Jährige war bei den Hallen-Weltmeisterschaften im März in Doha positiv auf eine verbotene Substanz getestet worden. Damit droht der 4 x 400-Meter-Staffel der Jamaikanerinnen die Aberkennung der Bronzemedaille. Wilkins gehörte im Finale als Startläuferin ebenso wie bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zum Quartett der Jamaikanerinnen.

Wilkins belegte mit dem Quartett ihres Landes in Peking den dritten Platz. In diesem Jahr sind bereits ein halbes Dutzend jamaikanische Athleten positiv getestet worden, darunter 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser.

Sprintkollegin Fraser hat Glück: Keine lange Sperre

Jamaikas 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser muss hingegen nach ihrer positiven Dopingprobe vom Diamond-League-Meeting im Mai in Shanghai keine zweijährige Sperre befürchten. Der Leichtathletik-Weltverband folgte einem Antrag des jamaikanischen Verbandes, der auf "widrige und nicht von der Athletin zu verantwortende Umstände" im Fall Fraser hingewiesen und darum gebeten hatte, auf die Höchststrafe zu verzichten.

Doping per Zahnschmerz-Mittel?

Die in Frasers Probe gefundene Substanz sei zudem keine leistungssteigernde oder maskierende gewesen. Damit liegt es nun an der JAAA, über die Höhe des Strafmaßes für Fraser zu befinden. Der Verband kündigte eine schnelle Entscheidung an. Fraser war wegen starker Zahnschmerzen im Mai in Kingston/Jamaika zum Arzt gegangen. Dieser hatte ihr ein Schmerzmittel gegeben, das aber nicht half. Deshalb hatte sie sich in Shanghai ein zusätzliches Medikament besorgt. Somit war sie dann startfähig.

Die 23-jährige hatte bei Olympia 2008 in Peking die 100 Meter in 10,78 Sekunden gewonnen. Ein Jahr später wurde Shelly-Ann Fraser in Berlin in persönlicher Bestzeit von 10,73 Sekunden Weltmeisterin.


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