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Haarprobe soll Ovtcharovs Unschuld beweisen

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Haarprobe soll Ovtcharovs Unschuld beweisen

14.10.2010, 12:22 Uhr | sid, sid

Haarprobe soll Ovtcharovs Unschuld beweisen. Dimitrij Ovtcharov kämpft weiter gegen die Sperre. (Foto: imago)

Dimitrij Ovtcharov kämpft weiter gegen die Sperre. (Foto: imago)

Der Fall Dimitrij Ovtcharov entwickelt sich zu einer Hängepartie. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) hat nach der vorläufige Anhörung des unter Dopingverdacht stehenden Nationalspielers seine Entscheidung vertagt. Der vierfache Team-Europameister beteuerte vor der DTTB-Führung erneut seine Unschuld und führte als Beweis unter anderem eine negative Haarprobe an. Laut DTTB besteht aber noch Gesprächsbedarf. "Der Prozess der Entscheidungsfindung läuft noch", teilte der Verband mit.

"Wir haben unsere Argumente gut vorgetragen. Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass kein vorsätzlicher Dopingfall vorliegt", erklärte Ovtcharovs Anwalt Michael Lehner. Er argumentiert, dass sein Mandant Opfer einer unwissentlichen Lebensmittel-Verseuchung während der China Open im August geworden sei. Die vom Doping-Labor in Kreischa vorgenommene Haaranalyse soll diese These untermauern. Bei der Analyse seien im Haar des 22-jährigen Profis keinerlei Spuren der verbotenen Substanz Clenbuterol gefunden worden.

Kein Gebrauch über längere Zeit?

Für die Ovtcharov-Seite ist damit der Nachweis erbracht, dass die Nummer zwölf der Weltrangliste nicht über einen längeren Zeit das Mittel zu sich genommen hat. Bei einer Trainingskontrolle am 23. August in seinem Wohnort Hameln war dem Olympia-Zweiten mit der DTTB-Mannschaft Clenbuterol nachgewiesen worden. Das Mittel kann den Muskelaufbau begünstigen. Es wird zur Asthma-Behandlung eingesetzt und verbotenerweise auch in der Tiermast verwendet.

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