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Volleyball-WM: Deutsche Frauen in der Zwischenrunde

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DVV-Frauen stürmen in die WM-Zwischenrunde

04.11.2010, 09:08 Uhr | sid, sid

Volleyball-WM: Deutsche Frauen in der Zwischenrunde. Die Volleyballerinnen kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr raus. (Foto: dpa)

Die Volleyballerinnen kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr raus. (Foto: dpa)

Die deutschen Volleyball-Frauen kommen bei der WM in Japan immer besser in Fahrt. Die junge Auswahl ließ sich in Matsumoto auch von Thailand nicht stoppen und zeigte bei dem unerwartet deutlichen 3:0 (25:14, 25:15, 25:10) ihre bislang beste Turnierleistung. Damit beendeten die Frauen des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) die Vorrunde mit vier Siegen und nur einer Niederlage und haben in der Zwischenrunde nun eine glänzende Ausgangsposition. (Ergebnisse und Tabellen der Volleyball-WM der Frauen)

Gerade einmal 67 Minuten brauchte das wie entfesselt spielende Team gegen Asienmeister Thailand. Als Belohnung gibt es in der Zwischenrunde ab Samstag Duelle gegen Olympiasieger Brasilien, Europameister Italien, die Niederlande und Tschechien. "Seit ich vor vier Jahren angefangen habe, habe ich mein Team noch nie so perfekt spielen sehen. Das war einfach unglaublich. Sie haben keinen Fehler gemacht", sagte Bundestrainer Giovanni Guidetti.

Als Belohnung zu Starbucks

Der kleine Wirbelwind aus Italien schüttelte noch lange nach dem Spiel ungläubig den Kopf, seine Spielerinnen hockten derweil auf dem Hallenboden und genossen die Höhepunkte ihres Auftritts bei der Wiederholung auf der überdimensionalen Videoleinwand. Als Belohnung lud der Trainer seine Siegerinnen wie versprochen ins Starbucks von Matsumoto ein: "14 Latte Macchiato muss ich ausgeben. Das wird teuer."

Sehr gute Ausgangsposition

In dieser Verfassung muss sich die Mannschaft vor kaum einem Team fürchten, Guidettis heimlicher Wunsch Platz vier könnte tatsächlich in Erfüllung gehen. Zumal die DVV-Auswahl fünf Punkte mit in die Zwischenrunde nach Nagoya nimmt und somit zum Auftakt der Achtergruppe vor Kuba, Thailand, Tschechien und den Niederlanden steht. Selbst vor Italien stünde man, wenn die Azzurri ihr letztes Vorrundenspiel gegen Brasilien verlieren.

Der deutliche Sieg gegen Thailand kann noch Gold wert sein. Bei Punktgleicheit zwischen zwei oder mehreren Teams gibt nämlich der Quotient der Satzpunkte den Ausschlag. Vor vier Jahren hatten die Frauen die Spiele um die Plätze fünf bis acht um lächerliche drei Punkte verpasst.

Jeder Punkt zählt

Um einen Platz unter den besten Acht der Welt zu sichern, muss in der Zwischenrunde von Nagoya mindestens Platz vier erreicht werden. Zuletzt wurde eine Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) 1994 Fünfter. Danach folgten drei Weltmeisterschaften mit Pleiten, Pech und Pannen, bei denen nur zweistellige Platzierungen heraussprangen.

Offene Worte über hohe Ziele oder sogar die erste WM-Medaille der Geschichte entlockt man der Mannschaft allerdings nicht. "Wir denken immer nur an das nächste Spiel und werden sehen, was am Ende rauskommt", sagte Margareta Kozuch und hielt sich dabei streng an die Vorgabe des Trainers. Gegen Thailand war die Russland-Legionärin erneut die beste Punktesammlerin. Mit ihrem 16. Zähler beendete Kozuch die Lehrstunde für die Asiatinnen und war danach wie das gesamte deutsche Team bei den zahlreichen Autogrammjägern gefragt. Noch eine halbe Stunde nach Spielende erfüllten Kozuch und Co. geduldig jeden Wunsch nach einer Unterschrift.

Hilflose Thailänderinnen

Im August hatte das DVV-Team beim Grand Prix noch 1:3 gegen Thailand verloren, doch diesmal gab es von Anfang an keinen Zweifel am Sieg. Mit 11:3 zogen die Deutschen davon und bauten den Vorsprung schnell auf 21:10 aus. Ein Aufschlag von Thailand ins Netz beendete schließlich den ersten Teil der Demütigung. Die Sätze zwei und drei verliefen nahezu identisch. Deutschland erspielte sich schnell einen Vorsprung und baute diesen systematisch aus. Das komplette Team spielte konstant auf einem hohen Niveau und ließ den hilflosen Asiatinnen kaum eine Chance zum Durchatmen.


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