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Ferrari: Staatsanwalt droht Felipe Massa mit Gefängnisstrafe

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Streitereien um Stallorder werden immer bizarrer

05.11.2010, 08:51 Uhr | motorsport-total.com, t-online.de, Motorsport-Total.com, t-online.de

Ferrari: Staatsanwalt droht Felipe Massa mit Gefängnisstrafe. Felipe Massa will Teamkollege Fernando Alonso mit allen Mitteln zum WM-Titel verhelfen. (Foto: imago)

Felipe Massa will Teamkollege Fernando Alonso mit allen Mitteln zum WM-Titel verhelfen. (Foto: imago)

Die Streitigkeiten um eine mögliche Stallorder im Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 werden immer bizarrer. Der brasilianische Staatsanwalt Paulo Castilho droht Felipe Massa vor dem Grand Prix in Brasilien sogar mit einer Gefängnisstrafe, wenn er seinen in der WM-Wertung führenden Ferrari-Teamkollegen Fernando Alonso freiwillig passieren lassen sollte. "Wenn es dazu kommt, wird er Interlagos in Handschellen verlassen", sagte in der Zeitung "Folha de S.Paulo". Kein Scherz: Castilho beruft sich auf ein Sondergesetz, das die Interessen von Sportfans schützt und ihr Recht, einen fairen Wettkampf zu sehen, hervorhebt.

Eine Stallorder oder - noch schlimmer - einen freiwilligen Verzicht auf ein besseres Ergebnis könnte man als Verstoß dagegen interpretieren. Theoretisch steht darauf ein halbes Jahr Gefängnis.

Ärger mit den Fans ist vorprogrammiert

Massa hatte zuletzt angekündigt, Alonso im Schlussspurt mit allen Mitteln zu unterstützen - notfalls auch per verbotener Stallorder. Ärger könnte sich Massa mit einem solchen Manöver auch mit den Fans einhandeln. Nirgendwo sonst sind die Zuschauer so leidenschaftlich wie in Brasilien: Sie haben Massa stürmisch gefeiert, als er 2006 und 2008 sein Heimrennen gewann, und sie haben ihn gnadenlos verteufelt, als er dieses Jahr in Hockenheim einen vermeintlich sicheren Sieg aufgab und für Alonso zur Seite fuhr.

Wird Massa der zweite Barrichello?

Die "Paulista" interessieren offensichtliche oder versteckte Anweisungen des Teams nicht. Sie verstehen nicht, dass es Massa den Job kosten könnte, wenn er sich gegen eine Stallorder widersetzt. Sie finden nur, dass der 29-Jährige sein Land verraten hat - auf genau die gleiche Art und Weise wie einst sein Vorgänger Rubens Barrichello. Dieser hatte Michael Schumacher häufig den Vortritt lassen müssen (unter anderem 2002 nach der Anweisung "Let Michael pass for the Championship").

Alonso versteht die Paulista nicht

Alonso ist in Sao Paulo alleine schon deswegen Staatsfeind Nummer eins, weil die vage Möglichkeit besteht, dass ihn Massa freiwillig oder auf Anweisung des Teams vorbeilassen könnte. "Einige werden nie verstehen, wie kompliziert dieser Sport ist, wenn es um den ersten Platz geht", sagte der Spanier enttäuscht. "Ich sage, dass es nicht unsere Aufgabe ist, die Meinung des Publikums zu verstehen. Ich konzentriere mich auf die Rennstrecke."

Probleme mit der Presse

Massa gibt sich vor seinem Heim-Grand-Prix weiter kämpferisch. "Ich selbst erwarte auch von mir, dass ich das Rennen gewinne, und ich werde mein Bestes geben, um das für die Fans zu erreichen", sagte er und ist sich der Treue der Fans sicher: "Als ich nach dem Rennen in Deutschland nach Brasilien zurückgekehrt bin, waren die Menschen sehr nett zu mir, fantastisch, haben mich angefeuert". Probleme gebe es allerdings mit den Medienvertretern: "Die normalen Menschen sind großartig, aber mit den Journalisten ist es viel schwieriger".

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