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Tod des Surf-Champions: Irons' Vater erhebt schwere Vorwürfe

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Irons' Tod gibt Rätsel auf

17.01.2012, 11:26 Uhr | Spiegel Online

Tod des Surf-Champions: Irons' Vater erhebt schwere Vorwürfe. Surfer Andy Irons in seinem Element. (Foto: imago)

Andy Irons in seinem Element. (Foto: imago)

Die Spekulationen um den Tod des früheren Surf-Weltmeisters Andy Irons dauern an. Durch die Autopsie konnte zwar geklärt werden, dass Irons ohne Gewalteinwirkung starb. Ein exaktes Obduktionsergebnis wird aber erst in einigen Wochen erwartet. Toxikologische Tests sollen nun Klarheit darüber bringen, ob der US-Amerikaner wie zunächst vermutet am Dengue-Fieber starb - oder ob möglicherweise Drogen für seinen Tod verantwortlich waren. Der dreimalige Surf-Weltmeister wurde am Dienstag tot in einem Hotelzimmer in Dallas aufgefunden.

Der 32-jährige Amerikaner litt am Dengue-Fieber, einer Virusinfektion, die durch einen Mückenstich übertragen wird und vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten auftritt. Irons hatte deshalb einen Wettkampf in Puerto Rico unterbrochen und den Rückflug in seine Heimat Hawaii angetreten. Nach einem zweitägigen Krankenhausaufenthalt in Miami unterbrach er in Dallas seinen Flug, weil er sich schlecht fühlte. Ob Irons aber am Dengue-Fieber starb, ist zumindest zweifelhaft. Die Krankheit endet normalerweise nur in seltenen Fällen tödlich; Statistiken zufolge sterben nur rund zwei Prozent der Infizierten.

Methadonfund im Hotelzimmer

Zudem fand man in Irons' Hotelzimmer mehrere Medikamente - unter anderem Methadon, das ein starkes Schmerzmittel ist und auch als Heroin-Ersatzstoff verwendet wird. Auch deshalb werden die Gerichtsmediziner nun anhand von Laboruntersuchungen prüfen, ob die Medikamente mit dem Tod des Top-Surfers in Verbindung stehen könnten.

Image als Partykönig

2005 war Irons, der seine Siege früher mit Bierduschen feierte und ein Image als Partykönig hatte, in die Drogensucht abgerutscht und hatte ein Jahr pausiert. Seitdem galt er aber als kuriert. Auch deshalb wehren sich Freunde des 32-Jährigen jetzt gegen Gerüchte über ein Drogenproblem. Die Zeiten, in denen Irons kaum eine Party ausließ, seien vorbei gewesen.

Irons' "innere Dämonen"

Im vergangenen Jahr hatte der frühere Champion eine Auszeit genommen von der sogenannten Dream Tour, der Wettkampfserie der Profi-Surfer. Er sei seit zwölf Jahren auf der Tour gewesen und "nahe am Ausbrennen", sagte er Anfang 2009. Gegenüber seinem Sponsor Billabong sprach der Weltmeister der Jahre 2002, 2003 und 2004 von "inneren Dämonen", die er nur durch das Surfen bezwingen könne. Er würde sich ohne Surfen selbst zerstören, so Irons damals.

Irons' Vater gibt Fluglinie eine Mitschuld

Der Vater des verstorbenen Surfers kritisierte derweil die untersuchenden Behörden dafür, den Medikamentenfund öffentlich gemacht zu haben. Dem "Honolulu Star Advertiser" sagte Phil Irons, dies schade dem Andenken seines Sohnes.

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