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Formel 1: Verbaler Fehltritt von Bernie Ecclestone

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Verbaler Fehltritt von Bernie Ecclestone

08.11.2010, 14:06 Uhr | sid, sid

Formel 1: Verbaler Fehltritt von Bernie Ecclestone. Bernie Ecclestone benimmt sich immer öfter verbal daneben. (Foto: imago)

Bernie Ecclestone benimmt sich immer öfter verbal daneben. (Foto: imago)

Der 80-jähirge Formel-1-Boss erklärte in der ihm eigenen ironischen Art, der seit Sonntag entthronte Weltmeister Jenson Button habe durch seine äußere Erscheinung den bewaffneten Überfall am Wochenende in Sao Paulo provoziert. "Sie suchen sich Opfer, die einen weichen Einschlag haben und nicht allzu helle aussehen", sagte Ecclestone. "Vielleicht schauen sie an so einem Rennwochenende fern und merken sich, wer sich nicht in den Top Ten qualifiziert hat. Denken sich, dass der ein bisschen dumm sein muss, und überfallen ihn dann. Vielleicht haben sie es auf solche abgesehen, ich weiß es nicht."

Allein in den letzten drei Wochen war Ecclestone zweimal mit kontroversen Aussagen negativ aufgefallen: Durch unsensible Kritik an den neuen Teams ("Wir sollten uns von einigen dieser Krüppel trennen") und ein Lob auf den einstigen irakischen Diktator Saddam Hussein ("Man braucht jemanden, der den Lichtschalter an- und ausknipst. Er hat aus dem Irak ein stabileres Land gemacht, das ist doch bewiesen").

Sicherheitsbedenken weggewischt

Trotz der bewaffneten Überfälle auf Button, seinen Vater, Physiotherapeuten und Manager sowie drei Sauber-Ingenieure und eine Gruppe Fotografen sei Sao Paulo aber kein zu gefährliches Pflaster, sagte der Brite. "Ich komme jetzt seit 40 Jahren hierher. Ich gehe spazieren, fahre herum, war in der Stadt in Restaurants und habe nie irgendetwas Bedrohliches gesehen oder gehört", sagte Ecclestone. "Ich bin hier genauso sicher wie an jedem anderen Ort der Welt. Wie viele solcher Zwischenfälle werden hier zur Anzeige gebracht? Nicht viele."

Ex-Weltmeister mit kuriosen Theorien

Mehr Sicherheitskräfte brauche es auch nicht, eher schon zu Hause in London: "In der Oxford Street sollten wir mehr Polizei haben. Dort wird ständig jemand überfallen." Zwei kuriose Theorien vertraten nach den Überfällen auch zwei Ex-Weltmeister. "Wieso sollte jemand einen Formel-1-Fahrer überfallen? Die haben sowieso nie Bargeld dabei", sagte Niki Lauda. Und Jackie Stewart fühlt sich auf seine eigene Art ganz sicher: "Ich habe hier immer bewaffnete Bodyguards bei mir und Begleitfahrzeuge, eines vorne und eines hinten. Und mein eigener Wagen ist nicht nur kugel- sondern auch bombensicher."

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