Sie sind hier: Home > Sport >

Michael Schumachers triste Comeback-Saison geht zu Ende

...

Mercedes GP  

Michael Schumacher: "Es hat etwas länger gedauert"

11.11.2010, 11:16 Uhr | t-online.de, dpa

 Michael Schumachers triste Comeback-Saison geht zu Ende. Eine verkorkste Saison ist noch kein Grund miese Laune zu haben: Michael Schumacher (Foto: imago)

Eine verkorkste Saison ist noch kein Grund miese Laune zu haben: Michael Schumacher (Foto: imago) (Quelle: imago)

Noch eine letzte Pflichtübung in der Wüste, dann hat Michael Schumacher sein tristes Comeback-Jahr hinter sich. Im spannendsten WM-Finale der Formel-1-Geschichte ist der Rekord-Weltmeister nur Randfigur. Der Rausch der vermeintlichen Traumehe des Vollgas-Idols mit dem Mercedes-Werksteam ist nach einer Saison im Mittelmaß schon lange der Ernüchterung gewichen.

"Es war nicht super viel Spaß, aber immerhin viel Spaß", beteuerte Schumacher vor dem Großen Preis von Abu Dhabi dennoch. "Als junges Team war 2010 nicht mehr drin", urteilte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

PR-technisch top, aus sportlicher Sicht ein Flop

WM-Neunter ist Schumacher vor dem Schlussakt auf dem Yas Marina Circuit, mit 72 Punkten hat er in 18 Rennen nur gut halb so viele eingefahren wie sein Teamkollege Nico Rosberg (130). "Es hat nach meiner dreijährigen Pause etwas länger gedauert, bis ich alle kleinen Details draufhatte", bekannte der Kerpener. Aus PR-Sicht war Schumachers Rückkehr für Mercedes ein Erfolg, sportlich hingegen war die Realität bei den Silbernen oft grau.

Boss Haug aber kann der zeitweise heftigen Kritik am siebenfachen Champion wenig abgewinnen. Als rundum positiv bewertet der 57-Jährige weiterhin die Entscheidung, Schumacher reaktiviert zu haben. Die nackten Zahlen liefern allerdings nur wenig Argumente: Nicht einmal schaffte es der 91-malige Grand-Prix-Sieger aufs Podium, von 18 Duellen mit Rosberg in der Qualifikation gewann er nur vier. Negativer Höhepunkt war die Vollgas-Rüpelei von Ungarn, als er Rubens Barrichello fast in die Boxenmauer drückte und dafür harsche Kritik und eine Strafe erntete.

Der Blick ist auf die kommende Saison gerichtet

Immerhin: Trotz aller Nackenschläge, Häme und Zweifel an seiner Konkurrenzfähigkeit blieb Schumacher erstaunlich ruhig und gefasst. Cooler als in den Jahren vor seinem Rücktritt ging er in der Öffentlichkeit mit Negativ-Erlebnissen um. "Ich komme jetzt besser zurecht", versicherte der PS-Veteran zuletzt und glaubt fest an einen Aufschwung in 2011: "Wir sind jedenfalls alle sehr zuversichtlich für die kommende Saison."

Auch Haug spürt bei seinem Team den festen Willen, das verkorkste Jahr mit einem misslungenen Silberpfeil schnell vergessen zu machen. "Wir sind nicht enttäuscht, wir sind total motiviert, besser zu werden", sagte der Motorsportchef. "Wir müssen ein schnelleres Auto bauen, und da sind wir für 2011 ordentlich unterwegs", ergänzte Haug.

"Man darf keine Wunderdinge erwarten"

Ob dem als Superhirn verehrten Teamchef Ross Brawn jedoch noch einmal ein so großer Wurf gelingt wie mit dem Weltmeister-Auto 2009, ist ungewiss. "Man darf keine Wunderdinge erwarten", warnte Schumacher. Fünf Jahre habe er gebraucht, um Ferrari auf Titelkurs zu trimmen, erinnerte der Routinier zuletzt in den schweren Monaten immer wieder.

Zudem verfügen die Rivalen bei Red Bull, Ferrari und McLaren wohl weiter über größere Ressourcen als das Mercedes-Team, das schon in dieser Saison deutlich abgespeckt hatte. "Welche Fortschritte die Konkurrenz macht, können wir aber nicht beurteilen", sagte Haug, der keinen wachsenden Druck aus der Konzernzentrale verspürt. Ohnehin ist der Schwabe sicher: "Wir haben in der Vergangenheit gewonnen und werden auch in Zukunft gewinnen."

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018