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1. FC Köln bittet Borussia Mönchengladbach zum Kellerderby

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Krisenteams im Fokus

13.11.2010, 12:15 Uhr | dpa, dpa

1. FC Köln bittet Borussia Mönchengladbach zum Kellerderby. Lukas Podolski trifft mit dem 1. FC Köln im Derby auf Gladbach. (Foto: imago)

Lukas Podolski trifft mit dem 1. FC Köln im Derby auf Gladbach. (Foto: imago)

Bei den spannenden Positionskämpfen im Tabellenkeller wird es am 12. Spieltag der Bundesliga hoch her gehen. Gleich sechs der letzten sieben Mannschaften treffen an diesem Wochenende in richtungsweisenden Partien direkt aufeinander. Vor allem im ohnehin emotionsgeladenen rheinischen Derby zwischen dem Vorletzten 1. FC Köln und Schlusslicht Borussia Mönchengladbach sind gute Nerven gefragt (ab 15.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Eine Heimniederlage gegen den Rivalen würde den Kölner Verantwortlichen vier Tage später bei der Jahreshauptversammlung einen ungemütlichen Abend garantieren.

Für Frank Schaefer geht es auch um seine Zukunft. "Aber es ist kein Endspiel, es ist ein Tendenzspiel", sagt der FC-Trainer. Dagegen erfreut sich Borussen-Coach Michael Frontzeck trotz einer Serie von neun Spielen ohne Sieg der Rückendeckung im Verein. "Auch bei einer Niederlage stellt sich die Trainerfrage nicht", betont Sportdirektor Max Eberl.

Magath mit Respekt vor den Wölfen

Nicht minder brisant sind die Partien zwischen den punktgleichen Tabellen-Nachbarn 1. FC Kaiserslautern (15.) und VfB Stuttgart (14.) sowie dem VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04. Nach dem erlösenden 3:0 gegen St. Pauli blickt Trainer Felix Magath seiner Rückkehr zum ebenfalls kriselnden Ex-Club Wolfsburg etwas entspannter entgegen. "Der VfL hat nach wie vor eine Top-Mannschaft und ist von den Einzelspielern vielleicht besser besetzt als wir", sagt Magath.

Druck auf McClaren wird größer

Die verbesserte Stimmung in seinem Team und eine ruhige Trainingswoche machen Magath Mut. "Das sind gut Voraussetzungen, um in Wolfsburg etwas zu holen", sagt der Schalker Trainer, zumal es bei seinem Kollegen Steve McClaren bisher auch nicht viel besser läuft. Dieser gerät angesichts der mageren Bilanz des teuren Kaders immer mehr unter Druck. "Was die bisherigen Ergebnisse angeht, ist kein Fortschritt zu erkennen. Das muss man leider konstatieren", hat der VfL-Aufsichtsratsvize Stephan Grühsem bereits mahnend festgestellt.

Werder ohne Sturmführer

Nach dem 0:6-Debakel in Stuttgart ist mit Werder Bremen ein weiterer Top-Verein im Stimmungs- und Formtief. Und ausgerechnet im Heimspiel gegen die im Höhenflug befindliche Eintracht aus Frankfurt mit Top-Torjäger Theofanis Gekas (elf Tore) fällt bei Werder in Claudio Pizarro (Muskelfaserriss) ein weiterer Leistungsträger aus. "Das trifft uns unheimlich", sagt Trainer Thomas Schaaf nach dem Absturz auf Platz elf. Um sich ganz auf das Sportliche zu konzentrieren, haben die Bremer sogar geplante Vertragsgespräche mit Spielern vorerst verschoben. "In dieser Phase ist es nicht der richtige Zeitpunkt", begründet Vorstandschef Klaus Allofs.

Fernduell um Platz zwei

Eine Erfolgsserie von zuletzt drei Pflichtspielsiegen in Folge will Bayer Leverkusen beim Gastspiel beim FC St. Pauli fortsetzen. Das Team von Trainer Jupp Heynckes kämpft im Fernduell mit dem FSV Mainz 05 um den zweiten Tabellenplatz hinter Spitzenreiter Borussia Dortmund. Trotz der anhaltenden Verletzungssorgen um Michael Ballack, Stefan Kießling, Sami Hyypiä oder Eren Derdiyok sieht der Bayer-Coach optimistisch auf die kommenden Aufgaben. "Die Mannschaft hat die Ausfälle bisher gut weggesteckt. Der dritte Platz entspricht unseren zuletzt gezeigten Leistungen", so Heynckes.

Den Bundesliga-Samstag komplettiert die Partie am Abend zwischen Mainz 05 und Hannover 96 (ab 18.15 Uhr im t-online.de Live-Ticker). Die Truppe von Thomas Tuchel steht nach dem Dortmunder Sieg gegen den HSV unter Zugzwang. Der Gegner könnte sich dabei als harte Nuss erweisen. Die Niedersachsen haben zuletzt zwei 0:4-Pleiten einstecken müssen und wollen sich am Bruchweg rehabilitieren. Mirko Slomka muss dabei sechs Spieler ersetzen: Leon Andreasen, Carlitos (beide Aufbautraining), Emanuel Pogatetz, Mohammed Abdellaoue (beide Muskelfaserriss), Karim Haggui (Rotsperre) und Moritz Stoppelkamp (Bänderriss im Sprungggelenk).

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