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HSV schlägt den VfB Stuttgart

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HSV gewinnt turbulentes Duell

27.11.2010, 17:18 Uhr | dpa, dpa

HSV schlägt den VfB Stuttgart. Stuttgarts Niedermeier stört Hamburgs Pitroipa. (Foto: dpa)

Stuttgarts Niedermeier stört Hamburgs Pitroipa. (Foto: dpa)

Der Hamburger SV hat mit dem 4:2 (3:1) gegen den VfB Stuttgart einen Schritt aus dem Mittelmaß der Bundesliga gemacht. Vor 53.055 Zuschauern gingen die Hanseaten durch Piotr Trochowski (3.) schnell in Führung, doch Ciprian Marica markierte nur sechs Minuten später nach einer Ecke den Ausgleich. Der Rumäne musste dann bereits nach 16 Minuten das Feld verlassen: Nach einem Foul von Georg Niedermeier an Mladen Petric beschwerte sich der Rumäne so heftig, dass Schiedsrichter Wolfgang Stark ihm die Rote Karte zeigte.

Jonathan Pitroipa (29.) traf zum 2:1, Petric (36.) und Ruud van Nistelrooy (60.) erhöhten. Der Treffer von Christian Gentner (46.) konnte die Niederlage der Gäste nicht mehr abwenden, die weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg warten.

Ruud van Nistelrooy nicht in der Startelf

HSV-Coach Armin Veh musste erneut auf sieben Profis verzichten und brachte nach auskuriertem Kreuzbandriss Nachwuchsstürmer Tunay Torun für den noch nicht ganz fitten van Nistelrooy. Paolo Guerrero, dem Veh im Interview mit LIGA total! keine gute Trainingsleistung attestierte, saß 90 Minuten auf der Bank.

Der 20 Jahre alte Deutsch-Türke Torun setzte Pitroipa wenige Sekunden nach Spielanpfiff schon gut in Szene, aber der spritzige Afrikaner konnte daraus kein Kapital schlagen. Wieder war es Torun, der für Trochowski vorlegte, als der Nationalspieler mit einem beherzten Schuss die Führung herausschoss.

Die Schwaben, bei denen kurzfristig Serdar Tasci mit Muskelfaserriss ausfiel, traten zudem ohne die verletzten Verteidiger Stefano Celozzi und Khalid Boulahrouz sowie Mittelfeldspieler Johan Audel an. Philipp Degen gab sein Startelfdebüt, doch in einer wackligen Abwehr konnte er nicht gut aussehen. Marica wurde zur unglücklichen Figur: Erst traf er nach einem Eckball per Kopf, dann schwächte er sein Team, als er Stark heftigst bepöbelte.

Pitroipa bringt die VfB-Defensive immer wieder in Verlegenheit

Der HSV schlug aus der zahlenmäßigen Überlegenheit Kapital: Allein in den ersten 45 Minuten hatten die Norddeutschen 70 Prozent Ballbesitz. Gegen eine verunsicherte VfB-Defensive glänzten die Offensivkräfte der Gastgeber: Besonders der pfeilschnelle Pitroipa brachte ein ums andere Mal die Gegenspieler in Verlegenheit. Zu seinem zweiten Saisontor hob er den Ball elegant über Keeper Sven Ulreich hinweg, David Jarolim hatte vorgelegt. Zum 3:1 spielte Torun Mitspieler Petric frei, der sich klasse im Strafraum durchsetzte.

Trainer Jens Keller hatte die Gäste in der Halbzeit so gut eingestellt, dass sie deutlich motivierter aus der Kabine kamen. Gentner gelang nach nur 30 Sekunden der Anschlusstreffer mit einem Abstaubertor. Der gerade eingewechselte Martin Harnik war zuvor an Frank Rost gescheitert, der nach einem Monat Pause nach Außenbandanriss wieder im Tor stand.


Joker van Nistelrooy sticht

Mitten in den Offensivdrang des VfB wechselte Veh den Niederländer van Nistelrooy nach 58 Minuten ein. Der Stürmerstar traf nur wenige Sekunden später nach Vorarbeit von Petric. Fast im Gegenzug verhinderte Zé Roberto auf der Linie den Anschlusstreffer durch Harnik.

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